22 April 2026, 06:45

Berlin gründet eigene Baufirma für marode Universitätsgebäude und Milliarden-Sanierung

Schwarz-weiß-Foto eines Universitätsgebäudes mit Rundbogenfenstern und einer Tür, darunter Text.

Berlin gründet eigene Baufirma für marode Universitätsgebäude und Milliarden-Sanierung

Der Berliner Senat hat grünes Licht für einen neuen Plan zur Sanierung der maroden Universitätsgebäude der Stadt gegeben. Das Vorhaben sieht die Gründung einer eigenen Baufirma vor, um Reparaturen und Modernisierungen zu beschleunigen. Viele der vor Jahrzehnten errichteten Gebäude benötigen dringend Sanierungsmaßnahmen, deren Kosten sich auf Milliarden belaufen.

Das neue Unternehmen mit dem Namen BHG soll für die großen Bau- und Instandhaltungsprojekte an Berlins elf staatlichen Hochschulen verantwortlich sein. Diese nutzen derzeit rund 450 Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1,2 Millionen Quadratmetern. Ein erheblicher Teil der Bausubstanz stammt aus den 1960er- und 1970er-Jahren; der geschätzte Sanierungsbedarf liegt bei etwa 8 Milliarden Euro.

Laut Plan werden die Hochschulen ihre Gebäude von der BHG anmieten, die die Sanierungen über Kredite und Mieteinnahmen finanziert. Der Senat hat zugesagt, jährlich rund 300 Millionen Euro für die Mietzahlungen bereitzustellen. Zwischen 2032 und 2046 sollen die jährlichen Investitionen voraussichtlich zwischen 220,3 und 298,6 Millionen Euro liegen.

Das Gesetz muss noch vom Abgeordnetenhaus verabschiedet werden; die Abstimmung wird vor der Sommerpause erwartet. Bei einer Zustimmung wird der Flächenbestand der Hochschulen bis 2032 um etwa 10 Prozent reduziert. Vertreter der Hochschulen erhalten Sitze im Aufsichtsrat der BHG und können so bei wichtigen Entscheidungen mitwirken.

Das neue System soll Sanierungen effizienter gestalten und langfristig Kosten sparen. Zwar behalten die Hochschulen über ihre Vertretung im Aufsichtsrat Einfluss, doch ihr Raumangebot wird schrumpfen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Abgeordnetenhaus, das in den kommenden Wochen abstimmen wird.

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