Dortmunds Millionen-Drama: 22 Millionen Verlust nach Champions-League-Aus
Gesa EigenwilligBVB-Sportchef Ricken kündigt harte Saisonanalyse an - Dortmunds Millionen-Drama: 22 Millionen Verlust nach Champions-League-Aus
Borussia Dortmund steht nach Champions-League-Playoff-Aus gegen Atalanta Bergamo vor einem finanziellen Rückschlag. Der frühe Abschied aus dem Wettbewerb kostet den Verein zehn Millionen Euro an entgangenen Einnahmen – statt eines erwarteten Gewinns droht nun ein mögliches Minus von 22 Millionen Euro. Sportdirektor Lars Ricken hat sich nun zu den Folgen für die Finanzen und die sportliche Zukunft des Teams geäußert.
Ursprünglich hatte der BVB für die Saison 2025/26 noch mit einem Gewinn von bis zu fünf Millionen Euro gerechnet. Doch nach dem Scheitern in der Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase rechnet der Klub stattdessen mit Verlusten von bis zu 22 Millionen Euro. Trotz dieser Entwicklung betonte Ricken, dass der Etat weitgehend unverändert bleibe – ein Ausverkauf von Leistungsträgern sei ausgeschlossen.
Der Sportdirektor räumte ein, dass der finanzielle Schlag schwerwiege, doch noch schlimmer sei der Imageverlust für den Verein. Er kritisierte die Leistungen der Mannschaft in Bundesliga und Champions League scharf und kündigte eine umfassende Aufarbeitung an. Nach Saisonende solle eine «gründliche und intensive Analyse» zeigen, was schiefgelaufen ist.
Erste Konsequenzen sind bereits gezogen worden: Nach der Playoff-Niederlage hatte der BVB die finanziellen Ziele für 2025/26 bereits nach unten korrigiert. Ricken warnte zudem vor «substanziellen Anpassungen» im Sommer, nannte aber keine konkreten Namen von Spielern, die den Verein verlassen oder neu verpflichtet werden.
Laut früheren Finanzberichten hatte Dortmund bis Dezember 2025 bereits 54,9 Millionen Euro durch Transfers eingenommen – durch den Verkauf von Spielern aus dem Profikader, ohne dass genaue Zahlen oder Namen genannt wurden. Spekulationen über mögliche weitere Abgänge, darunter auch über Verteidiger Julian Ryerson, halten sich weiterhin.
Nun steht dem BVB ein Sommer des Umbruchs ohne radikale Kürzungen bevor. Der Verein muss finanzielle Zwänge mit dem Aufbau einer konkurrenzfähigen Mannschaft und der Wiederherstellung seines Rufs in Einklang bringen. Rickens Zusicherung, keinen Raumverkauf zu betreiben, deutet darauf hin, dass Schlüsselspieler bleiben – doch weitere Veränderungen sind unvermeidlich.






