03 April 2026, 00:59

Deutsche Bahn wirbt mit Goldmedaillen – DOSB schlägt Alarm wegen "Ambush-Marketing"

Ein Abzeichen mit dem Logo der Olympischen Spiele 1980, das zwei Läufer und den Text 'Olympische Spiele' darüber zeigt.

Olympia-Team ärgerlich über Deutsche Bahn-Kampagne: 'Nicht der richtige Weg' - Deutsche Bahn wirbt mit Goldmedaillen – DOSB schlägt Alarm wegen "Ambush-Marketing"

Deutsche Bahn startet umstrittene Werbekampagne zu den Olympischen Winterspielen 2026

Die Deutsche Bahn hat eine umstrittene Werbeaktion gestartet, die an die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien geknüpft ist. Das Angebot des Bahnkonzerns, das kostenlose Fahrten an Tagen vorsieht, an denen deutsche Athletinnen und Athleten Gold gewinnen, hat scharfe Kritik vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ausgelöst.

Otto Fricke, Präsident des DOSB, warf der Deutschen Bahn vor, den olympischen Erfolg auszunutzen, ohne etwas an den Sport zurückzugeben.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht eine zeitlich begrenzte "Probe-BahnCard Gold" zum Preis von 19,90 Euro. Inhaber dieser Karte können am Tag nach einem deutschen Goldmedaillengewinn während der Winterspiele kostenlos in allen Fernzügen fahren. Zudem produzierte die Deutsche Bahn einen Werbespot, in dem sieben ehemalige deutsche Olympioniken – darunter Olympische und Paralympische Sieger – das Angebot bewerben.

Fricke verurteilte den Schritt als "Ambush-Marketing" und behauptete, das Unternehmen spiele "nicht mit offenen Karten". Er argumentierte, die Deutsche Bahn nutze die Olympischen Spiele, um ihre eigenen Gewinne zu steigern, ohne den Breiten- oder Spitzensport zu unterstützen. Der DOSB reichte offiziell Beschwerde beim Bahnkonzern ein, erhielt jedoch keine zufriedenstellende Antwort.

In einer Stellungnahme betonte die Deutsche Bahn, die Kampagne beziehe Athletinnen und Athleten direkt ein und zeige echte Aufnahmen von ihnen in einem ICE-Zug, ergänzt um KI-generierte Sportsequenzen. Das Unternehmen wies Vorwürfe einer einseitigen Ausnutzung zurück und beharrte darauf, dass die Aktion sowohl dem Sport als auch den Reisenden zugutekomme.

Trotzdem bleibt Fricke kritisch. Er forderte die Deutsche Bahn auf, ihre Vorgehensweise zu überdenken und die Erlöse aus der Kampagne stattdessen in den Sport zu investieren.

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Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen kommerzieller Vermarktung und Sportförderung. Das Angebot der Deutschen Bahn bleibt bestehen und gewährt BahnCard-Gold-Inhabern nach deutschen Goldmedaillen kostenlose Fahrten. Derweil drängt der DOSB weiterhin auf finanzielle Unterstützung durch den Bahnkonzern für die Förderung des Sports.

AKTUALISIERUNG

Past Controversies Highlight Bahn's Marketing Challenges

New reports reveal a pattern of public backlash against Deutsche Bahn's marketing strategies. The 'Boah, Bahn!' campaign, costing €7 million, was halted in February 2026 amid criticism over prioritising ads over security. Under new CEO Evelyn Palla, the company abandoned the Anke Engelke series, citing misalignment with current priorities. This precedes the Olympic campaign dispute, showing recurring tensions between commercial branding and operational accountability.