Deutsche Bahn droht mit Streichungen von Zugverbindungen in Bayern wegen maroder Gleise
Gabriel HethurMarode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Deutsche Bahn droht mit Streichungen von Zugverbindungen in Bayern wegen maroder Gleise
Deutsche Bahn könnte Zugverbindungen in Bayern streichen – marode Infrastruktur als Grund
Wegen des zusehends verfallenen Schienennetzes in Bayern könnte die Deutsche Bahn Zugverbindungen in der Region streichen. Bisher hat der Konzern noch keine konkreten Ausfälle bestätigt, doch eine Entscheidung soll bis Ende dieser oder spätestens zu Beginn der kommenden Woche bekannt gegeben werden. Jahre der Vernachlässigung haben die Infrastruktur in einen desolaten Zustand versetzt – mit Reparaturen, die voraussichtlich noch ein weiteres Jahrzehnt in Anspruch nehmen werden.
Die möglichen Streichungen folgen Warnungen des CSU-Verkehrsexperten Jürgen Baumgärtner. Dieser hatte die Lage im bayerischen Landtag offenbart, nachdem er sich in einem vertraulichen Gespräch mit Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla ausgetauscht hatte. Das Unternehmen plant bis 2036 die Sanierung von über 40 größeren Streckenabschnitten, darunter auch kritische Verbindungen wie Nürnberg–Regensburg (Februar bis Juli 2026) und Nürnberg–München (Oktober bis Dezember 2026).
Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) hat einen Vorschlag kategorisch abgelehnt: die monatelange Vollsperrung der Strecke München–Rosenheim im Jahr 2028. Er besteht darauf, Streichungen wo immer möglich zu vermeiden, äußerte sich jedoch nicht zu den allgemeinen Zeitplänen für die Instandsetzungsarbeiten. Unterdessen fordert die Grünen-Fraktion die Staatsregierung auf, die Mittel für den Schienenausbau deutlich aufzustocken, um die Sanierungen zu beschleunigen.
Die finale Entscheidung der Deutschen Bahn über mögliche Streichungen steht in den kommenden Tagen an. Die umfassende Modernisierung des bayerischen Schienennetzes wird sich mindestens bis 2036 hinziehen, wobei bereits ab dem nächsten Jahr zentrale Strecken gesperrt werden könnten. Wie schnell der Betrieb wieder normal läuft, hängt von den Finanzierungsentscheidungen des Freistaats und den Plänen des Konzerns ab.