"Clear" kehrt 2024 zurück – trotz interner Kritik und Moderationswechsel
Gabriel Hethur"Clear" kehrt 2024 zurück – trotz interner Kritik und Moderationswechsel
Die Diskussionssendung Clear kehrt 2024 trotz interner Kritik zurück. Die öffentlich-rechtlichen Sender NDR und BR haben unterschiedliche Entscheidungen über ihre Zukunft getroffen: Während der NDR nach einer neuen Moderatorin sucht, behält der BR Julia Ruhs für seine Ausgaben bei.
Die erste Folge von Clear löste innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine Debatte aus. Kurz nach dem Start unterzeichneten 250 NDR-Mitarbeiter:innen einen offenen Brief, in dem sie sich von der Sendung distanzierten. Sie äußerten Bedenken hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung und der Themenwahl.
Trotz der internen Kritik fiel das Zuschauerfeedback überwiegend positiv aus. Eine Auswertung der Pilotfolgen ergab eine hohe Akzeptanz: 63 Prozent der Zuschauer:innen bewerteten die Sendung mit den Noten 1 oder 2. Die Sender bestätigten daraufhin, dass weitere Folgen 2024 ausgestrahlt werden.
Der NDR hat beschlossen, die Moderation neu zu besetzen und sucht derzeit nach einer neuen Präsenzkraft. Julia Ruhs, die die ersten Folgen moderierte, zeigte sich enttäuscht, dass sie die NDR-Version nicht weiterführen wird. Der BR hingegen bekräftigte sein Vertrauen in Ruhs und behält sie für seine eigenen Ausstrahlungen bei. Die Sendung bleibt thematisch auf kontroverse Themen fokussiert.
Die Fortführung des Formats bedeutet, dass die Zuschauer:innen sich auf weitere Diskussionen über polarisierende Themen einstellen können. Die Suche des NDR nach einer neuen Moderatorin wird die künftigen Folgen prägen, während die Entscheidung des BR, Ruhs zu halten, seinem Publikum Kontinuität bietet. Beide Sender bleiben trotz der anfänglichen Kritik dem Format treu.






