Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel nach drastischen Kürzungen
Gabriel HethurBrandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel nach drastischen Kürzungen
Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte, nachdem drastische Haushaltskürzungen in Kraft getreten sind. Der Finanzplan für 2025 streicht 345 Vollzeitstellen im Schulbereich – viele Schulen können den Pflichtunterricht kaum noch abdecken. Bildungsminister Gordon Hoffmann räumte ein, dass eine vollständige personelle Ausstattung für den Lehrplan des kommenden Jahres nicht garantiert werden könne.
Die Krise verschärft eine ohnehin angespannte Situation: Bereits zu Beginn des Schuljahres 2024 klaffte eine große Lücke im Lehrpersonal, sodass Pädagogen ab dem zweiten Halbjahr eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche übernehmen mussten. Mit Rekordschülerzahlen im nächsten Jahr hat sich die Lage nun weiter zugespitzt.
Hoffmann, der erst kürzlich die SPD nach drei Jahrzehnten sozialdemokratischer Bildungspolitik ablöste, hat Reformen angekündigt. Eine neue Initiative soll die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler stärken. Doch der Wegfall von 345 Vollzeitstellen bedeutet, dass den Schulen weniger Ressourcen denn je zur Verfügung stehen.
Die Haushaltskürzungen für 2025 werden Brandenburg in die tiefste Lehrkräftekrise seiner Geschichte stürzen. Schulen müssen sich auf größere Klassen und mögliche Ausfälle im Stundenplan einstellen. Ohne ausreichend Personal werden Hoffmanns Reformpläne vor enormen Herausforderungen stehen.






