26 June 2026, 02:22

Berliner Philharmoniker vor achtjährigem Umzug – doch wohin?

Wo soll die Philharmonie hin - Templehof oder ICC?

Berliner Philharmoniker vor achtjährigem Umzug – doch wohin?

Die Berliner Philharmoniker stehen vor einer umfassenden Sanierung ab 2032. Das Vorhaben sieht eine Modernisierung des Brandschutzes und der Backstage-Bereiche vor, während die legendäre Akustik des Großen Saals erhalten bleiben soll. Während der Bauarbeiten muss das Orchester ausziehen – doch wo es vorübergehend spielen soll, ist umstritten.

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Die Sanierung beginnt direkt im Anschluss an das 150-jährige Jubiläum der Philharmoniker im Jahr 2032. Eine Machbarkeitsstudie schlägt vor, das Orchester für acht Jahre auf den Flughafen Tempelhof auszuweichen. In den historischen Hangars sollen zwei neue Konzerthallen für geschätzte 1,15 Milliarden Euro entstehen. Die interimistische Spielstätte muss rund 2.300 Zuschauer fassen und höchste akustische Ansprüche erfüllen.

Als Alternative für die Übergangszeit wird das Internationales Congress Centrum (ICC) gehandelt. Doch Generalintendantin Andrea Zietzschmann äußert Bedenken: Die Akustik des ICC und der Zustand der Räumlichkeiten seien problematisch. Die endgültige Entscheidung über Sanierung und Umzug hängt voraussichtlich von der nächsten Regierung ab.

Auch Zietzschmanns eigene Zukunft bei den Philharmonikern ist ungewiss. Obwohl ihre Amtszeit erfolgreich verlaufen ist, steht eine Vertragsverlängerung über 2028 hinaus noch aus. Unterdessen diskutieren Berlins Politiker und Bürger über Kosten und Nutzen der Sanierung sowie des vorübergehenden Umzugs.

Das Projekt soll die Infrastruktur der Philharmonie auf den neuesten Stand bringen, ohne den ikonischen Klang zu beeinträchtigen. Doch sowohl die Wahl eines Interims-Standorts als auch die Finanzierung des Umzugs sind noch offen. Die Weichenstellungen werden die nächste Phase des Orchesters und das kulturelle Gesicht der Stadt prägen.

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