Berliner Ensemble setzt auf 16 Premieren und mehr Publikum in der neuen Spielzeit
Gabriel HethurBerliner Ensemble setzt auf 16 Premieren und mehr Publikum in der neuen Spielzeit
Das Berliner Ensemble präsentiert ehrgeiziges Programm für die nächste Spielzeit
Mit 16 Neuinszenierungen will das Berliner Ensemble in der kommenden Saison noch mehr Zuschauer anziehen als im Vorjahr. Fast 230.000 Besucher sahen im vergangenen Spieljahr die Aufführungen – ein Plus von rund 40.000 gegenüber der vorherigen Saison.
Den Auftakt bildet Der Schnee von gestern, der Schnee von morgen von Peter Handke. Diese Premiere setzt den Ton für ein dichtes Programm, das auch durch finanzielle Zwänge geprägt ist. Um die Haushaltsvorgaben zu erfüllen, hat das Theater zusätzliche Vorstellungen eingeführt, darunter auch Sonntagnachmittags-Aufführungen. Zudem wurden die letzten Proben zu öffentlichen Hauptproben umgewandelt, um mehr Publikum anzulocken.
Zu den Highlights zählt Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder in der Regie von Ulrich Rasche. Ein weiterer Höhepunkt ist Frank Castorfs Bühnenadaption von Klaus Manns Mephisto. Unterdessen wirft Fritzi Wartenberg in ihrer Inszenierung Sorry, No Photo for You einen kritischen Blick auf die Welt der Model-Castingshows.
Die Beliebtheit des Theaters spiegelt Berlins blühende Kulturszene wider, die für Touristen eine zentrale Attraktion darstellt. Dies fällt in eine Phase vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September, die künftige Fördergelder für die Kunst beeinflussen könnten.
Das erweiterte Programm des Berliner Ensembles umfasst mehr Vorstellungen und öffentliche Proben. Mit 16 Premieren will das Haus an den Besucherrekord des Vorjahres anknüpfen. Der Erfolg der Spielzeit könnte eine Rolle in den Debatten über die Kulturförderung nach den anstehenden Wahlen spielen.






