Bahn-Chaos in Norddeutschland: Monatelange Sperrungen und Verspätungen ab Oktober
Sibilla HartungBahn-Chaos in Norddeutschland: Monatelange Sperrungen und Verspätungen ab Oktober
Massive Bahn-Einschränkungen drohen Reisenden in Norddeutschland
Ab dem 2. Oktober stehen Fahrgäste in Norddeutschland vor erheblichen Behinderungen im Schienenverkehr. Auf der Strecke Hannover–Berlin beginnen dann umfangreiche Sanierungsarbeiten, die über Monate hinweg zu Verspätungen und Ausfällen führen werden. Das Projekt ist Teil der laufenden Modernisierungsoffensive der Deutschen Bahn, mit der die meistgenutzten Hochgeschwindigkeitsstrecken des Landes auf den neuesten Stand gebracht werden sollen.
Bereits die Verbindung Berlin–Hamburg ist seit August vergangenen Jahres von langwierigen Sperrungen betroffen. Nach anfänglichen Verzögerungen soll die Strecke nun Mitte Juni wieder in Betrieb gehen – nach Monaten mit Umleitungen und Schienenersatzverkehr. Reisende waren in dieser Zeit auf Ausweichverbindungen angewiesen.
Ab Oktober folgt die Strecke Hannover–Berlin einem ähnlichen Muster. Die Arbeiten sollen bis zum 12. Dezember dauern, weitere Verzögerungen sind jedoch nicht ausgeschlossen. In dieser Phase werden die ICE-Züge zwischen Hannover und Berlin nur noch stündlich verkehren, wobei sich die Fahrzeit um bis zu 80 Minuten verlängern kann.
Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf diese beiden Städte. Wolfsburg verliert vorübergehend sämtliche Fernverkehrsanschlüsse, und auch in Helmstedt wird das Angebot drastisch reduziert. Die ICE-Verbindung über Kassel, die Braunschweig mit Frankfurt verbindet, fällt komplett aus. Selbst internationale Reisende sind betroffen: Auf der Strecke Amsterdam–Berlin verkehrt nur noch alle vier Stunden ein Zug, die Fahrten dauern bis zu 70 Minuten länger.
Zwar zielt die Modernisierungsoffensive der Deutschen Bahn darauf ab, wichtige Schienenverbindungen zukunftsfähig zu machen – doch der Prozess bringt monatelange Einschränkungen mit sich. Pendler und Fernreisende in der Region Braunschweig und darüber hinaus müssen sich bis mindestens Dezember auf weniger Züge, längere Fahrzeiten und temporäre Streckensperrungen einstellen.






