15 May 2026, 12:51

AfD zwischen Umfragehochs und lokalen Niederlagen: Warum die Partei trotz Rekordwerten stottert

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

AfD zwischen Umfragehochs und lokalen Niederlagen: Warum die Partei trotz Rekordwerten stottert

Die AfD verzeichnete in den letzten Wochen sowohl Zuwächse als auch Rückschläge, trotz starker Umfragewerte in Ostdeutschland. Zwar führt die Partei in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, doch auf kommunaler Ebene tut sie sich schwer. Unterdessen analysiert eine neue Folge des Politik-Podcasts Bundestalk, wie sich die etablierten Parteien auf ihren Aufstieg einstellen könnten.

In Sachsen-Anhalt liegt die AfD aktuell bei 41 Prozent in den Umfragen, in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 Prozent. Bundesweit hat die Partei die CDU/CSU in jüngsten Erhebungen um zwei bis drei Punkte überholt. Dennoch erlebte die AfD trotz dieses Schwungs Rücksetzer bei lokalen Wahlen: Von 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen, an denen sie in diesem Jahr antrat, gewann sie lediglich zwei.

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Ein solcher Misserfolg ereignete sich in der Uckermark, wo die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk ihren Kreistagssitz mit klarem Vorsprung vor dem AfD-Herausforderer Felix Teichner verteidigte. Dörk wies während ihres Wahlkampfs Debatten über eine „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung zurück und setzte stattdessen auf ihre Bilanz und Kompetenz. Teichner, der als Landtagsabgeordneter antrat, inszenierte sich als bürgernah – etwa indem er bei öffentlichen Auftritten Lieder des linksextremen Liedermachers Hannes Wader auf dem Klavier spielte.

Studien zufolge ist nur ein kleiner Teil ehemaliger CDU/CSU-Wähler zur AfD gewechselt. Ein größerer Anteil scheint entweder der Wahl fernzubleiben oder zu linksgerichteten Parteien abzuwandern. Die jüngste Folge von Bundestalk – wöchentlich verfügbar auf Spotify, Deezer, iTunes und der Website des Verlags – beleuchtet mögliche Strategien, um der wachsenden Einflussnahme der AfD entgegenzuwirken.

Die gemischten Ergebnisse der AfD zeigen eine Kluft zwischen ihrer bundesweiten Umfragestärke und der lokalen Wahlerfolge. Während die CDU/CSU einige Anhänger an Nichtwähler oder linke Alternativen verliert, bleibt die politische Landschaft in Bewegung. Die Diskussion im Bundestalk-Podcast spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, den Aufstieg der Partei vor künftigen Abstimmungen einzudämmen.

Quelle