20.000 fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt
Gabriel HethurFrauentag in Berlin: Laute Demonstration für mehr Rechte - 20.000 fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt
Tausende gingen am Internationalen Frauentag in Berlin auf die Straße, um für Gleichberechtigung und ein Ende der Gewalt gegen Frauen zu demonstrieren. Der Protestzug am 8. März 2024 zog weit mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer an als von den Organisator:innen erwartet – die Polizei schätzte die Menschenmenge auf bis zu 20.000 Menschen.
Die Kundgebung begann mit einer Auftaktveranstaltung, bevor die Demonstrant:innen zum Roten Rathaus aufbrachen, dem Amtssitz des regierenden Berliner Bürgermeisters. Zu den Organisatoren zählten Gewerkschaften, Frauengruppen sowie Initiativen wie Omas for Future. Viele trugen Plakate, auf denen sie faire Arbeitsbedingungen, Schutz vor Gewalt und Solidarität mit der iranischen Bewegung Frau, Leben, Freiheit forderten.
Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), kritisierte die Bundesregierung für den Abbau sozialer Sicherungssysteme. Sie forderte strengere Gesetze gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und verteidigte das Recht auf Teilzeitarbeit ohne Nachteile. Zudem betonte sie die Bedeutung der Beibehaltung des Acht-Stunden-Tags als zentraler Arbeitsnorm.
Berlin stand mit seinen Protesten nicht allein: In über 100 Städten und Regionen Deutschlands – von Hamburg bis München – fanden ähnliche Veranstaltungen statt. Gruppen wie #Aufschrei, Frauenrechte.de und lokale feministische Netzwerke beteiligten sich an dem bundesweiten Aufruf zum Wandel. Weitere Demonstrationen waren für den Nachmittag in Berlin geplant.
Der Berliner Protestzug übertraf alle Erwartungen – die Teilnehmerzahl lag doppelt so hoch wie prognostiziert. Organisator:innen und Aktivist:innen unterstrichen die anhaltenden Forderungen nach Arbeitsrechten, rechtlichem Schutz und globaler Solidarität. Im Rahmen des Aktionstags zogen weitere Kundgebungen durch die Stadt.






