21 December 2025, 12:52

Wo Sachsen im Wasserstoffnetzwerk steht - und was 2026 kommt

Ein Auto-Motor mit sichtbaren Rohren und einer Batterie.

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Wo Sachsen beim Wasserstoffnetz steht – und was 2026 kommt

Sachsen treibt den Ausbau seines Wasserstoffnetzes voran und will bis 2026 wichtige Industrieregionen anbinden. In der ersten Phase werden Dresden, Leipzig, Zwickau, die Lausitz und Meißen durch ein neues Pipelinesystem verbunden. Experten betonen die Bedeutung von Wasserstoff für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien.

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Das nationale Wasserstoff-Kernnetz, das 2024 genehmigt wurde, bildet die Grundlage für Sachsens Pläne. Bis 2032 soll es große Erzeuger, Speicherstandorte und Verbraucher in ganz Deutschland verbinden. In Sachsen plant der für Ostdeutschland zuständige Netzbetreiber ONTRAS bis Mitte 2028 rund 120 Kilometer seiner Leitungen umzurüsten.

Die erste Ausbaustufe konzentriert sich auf fünf zentrale Regionen: Dresden, Leipzig, Zwickau, die Lausitz und Meißen. Chemnitz und Teile Südwestsachsens sind jedoch noch nicht dabei. Die Landesregierung setzt sich für ihre Einbindung ein, doch konkrete Trassenplanung und behördliche Schritte stecken noch in den Anfängen.

Ein wichtiger Meilenstein steht Mitte 2027 an: Dann wird das BMW-Werk in Leipzig als erste Automobilfabrik Wasserstoff über die Pipeline erhalten. Dies unterstreicht die Rolle der Leitungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft, da der Straßentransport große Mengen nicht effizient bewältigen kann. Dominik Möst, Professor an der TU Dresden, hebt hervor, wie dringend molekulare Energieträger wie Wasserstoff für die industrielle Dekarbonisierung benötigt werden.

Das Jahr 2026 wird für Sachsens Wasserstoffausbau entscheidend – mit Pipeline-Umrüstungen und dem Aufbau von Transportkapazitäten. Das Netz soll der Industrie helfen, Emissionen zu senken, doch für Regionen wie Chemnitz ist weitere Planung nötig. Der Erfolg hängt von zügigen Genehmigungen und kontinuierlichen Investitionen in die Infrastruktur ab.