Winterflugpläne in Mitteldeutschland: Leipzig/Halle und Dresden streichen Verbindungen
Gabriel HethurWinterflugpläne in Mitteldeutschland: Leipzig/Halle und Dresden streichen Verbindungen
Flugpläne an mitteldeutschen Flughäfen werden diesen Winter ausgedünnt – Leipzig/Halle und Dresden müssen Einschnitte hinnehmen
An den Flughäfen in Mitteldeutschland wird es in diesem Winter weniger Verbindungen geben. Sowohl Leipzig/Halle als auch Dresden verzeichnen Kürzungen im Flugplan. In Leipzig/Halle sinkt die Zahl der Abflüge um 17 Prozent, während Dresden einen Rückgang von acht Prozent verkraften muss. Die Anpassungen erfolgen, da Airlines ihre Strecken und Frequenzen für die kältere Jahreszeit überarbeiten.
Der Flughafen Leipzig/Halle wird in diesem Winter 14 Ziele in acht Ländern anbieten. Allerdings werden nicht alle Verbindungen über die gesamte Saison hinweg bedient. Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat bereits angekündigt, ihre Flüge nach Tirana und Bukarest einzustellen.
Mit 675 geplanten Abflügen bleibt die Lufthansa der größte Carrier am Standort, gefolgt von Marabu Airlines mit 474 Starts. Dennoch warnt Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutsche Flughafen AG, vor möglichen weiteren Streichungen durch die Lufthansa.
Am Flughafen Dresden dominiert ebenfalls die Lufthansa den Flugplan mit über 1.000 Abflügen. Ihre Tochtergesellschaft Eurowings steuert weitere 132 bei. Insgesamt werden zehn Ziele in sieben Ländern angeflogen, wobei einige Strecken vorübergehend ausgesetzt wurden. Eine Neuerung ist die Fluggesellschaft SkyAlps, die seit Kurzem zweimal wöchentlich die südtiroler Stadt Bozen ansteuert. Die Regionalairline setzt auf Dash 8-Q400-Maschinen mit Platz für 76 Passagiere und einer Flugzeit von etwa 90 Minuten.
Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich in einem Appell an Lufthansa-Chef Carsten Spohr gewandt, um die wichtigen Verbindungen nach München und Frankfurt zu erhalten.
Für Reisende bedeutet die Reduzierung der Flüge weniger Auswahl in diesem Winter. Besonders stark betroffen ist Leipzig/Halle, während Dresden geringere Einbußen verzeichnet. Die neue Strecke nach Bozen stellt eine der wenigen Erweiterungen dar – doch Sorgen bleiben, dass die Lufthansa weitere Kürzungen bei zentralen Drehkreuzen vornimmt.
