Winterchaos für Pferde: Warum Schnee und Eis die Hufgesundheit gefährden
Gesa EigenwilligSocken und Playdough gegen Schneebälle unter Pferdehufen? - Winterchaos für Pferde: Warum Schnee und Eis die Hufgesundheit gefährden
Winterwetter stellt Pferdebesitzer vor Herausforderungen: Schnee und Eis setzen den Hufen zu
Während einige auf selbstgebastelte Lösungen wie Kitt oder Socken zurückgreifen, warnen Experten vor solchen Methoden. Fachgerechte Hufpflege und professionelle Ansätze werden empfohlen, um Pferde in der Kälte sicher zu halten.
Pferde mit Hufeisen haben im Schnee oft Probleme, wenn sich unter den Hufen Eis ansammelt. Dies kann Schmerzen verursachen und die Bewegung beeinträchtigen. Manche Besitzer versuchen es mit Hausmitteln – sie füllen die Hufe mit Kitt, stecken Kunststoffteile hinein oder stopfen sogar Socken hinein. Doch solche Improvisationen können mehr schaden als nützen.
Christiane Müller, Tierschutzbeauftragte des Deutschen Pferdesportverbandes (FN), rät dringend von solchen Notlösungen ab. Stattdessen empfiehlt sie zwei Wege: Entweder die Hufeisen komplett zu entfernen oder spezielle Schneegreifer anzubringen. Für Letzteres rät sie, qualifizierte Hufschmiede wie Ralph Ehrbar oder Philipp Zettel zu konsultieren, die auf Winterhufpflege spezialisiert sind.
Gesunde Pferde kommen mit Kälte in der Regel gut zurecht – sie tollen im Schnee und gewöhnen sich an glatte Böden. Doch bei extremen Bedingungen, etwa anhaltendem Wind in Kombination mit Nässe und Frost, brauchen selbst robuste Pferde Schutz. Ohne angemessenen Unterstand sollten sie nur für kurze Zeit draußen bleiben.
Schneeeinlagen und professionelle Schneegreifer bieten die sicherste Methode, um Eisbildung in den Hufen zu verhindern. Besitzer sollten auf unerprobte Bastellösungen verzichten und stattdessen auf fachkundige Hufbeschlagskunst setzen. Mit der richtigen Pflege bleiben Pferde auch im Winter aktiv und wohlauf.
