26 March 2026, 10:27

Wie Solingen und Emsdetten die Innenstädte der Zukunft neu erfinden

Stadtstraße mit Fahrzeugen, eine Fußgängerbrücke mit Menschen, Strommasten, Gebäude und ein bewölkter Himmel.

Wie Solingen und Emsdetten die Innenstädte der Zukunft neu erfinden

Rund 30 Stadtplanerinnen und Stadtplaner aus etwa 20 Städten trafen sich kürzlich in Solingen, um über die Zukunft der Innenstädte zu diskutieren. Im Mittelpunkt des Treffens in der Gläsernen Werkstatt standen die Belebung von Fußgängerzonen und die Anpassung an sich wandelnde städtische Bedürfnisse. Als zentraler Diskussionspunkt diente dabei die Solinger Strategie "Stadt 2030".

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An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter des NRW-Netzwerks Stadtentwicklung teil, einem Bündnis von rund 160 nordrhein-westfälischen Kommunen. Ziel war es, Wissen auszutauschen und gemeinsame Herausforderungen in der Stadtplanung anzugehen. Besonders hervorgehoben wurde Emsdetten als Vorbildstadt für seinen innovativen Ansatz in der Stadtentwicklung.

Einig waren sich die Teilnehmenden, dass klassische Fußgängerzonen, die vor allem auf den Einzelhandel ausgerichtet sind, den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Stattdessen plädierten sie für vielfältigere Nutzungen, darunter Wohnraum, Grünflächen und gemischte Funktionsbereiche. Auch neue Mobilitätskonzepte – etwa die Öffnung von Fußgängerzonen für Radfahrerinnen und Radfahrer – wurden als Möglichkeit diskutiert, Innenstädte attraktiver zu gestalten.

Andreas Budde, Solingens stellvertretender Bürgermeister, betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Städten. Er verwies darauf, dass die Belebung urbaner Räume mutige Entscheidungen, langfristiges Engagement und eine klare gemeinsame Vision erfordere. Die Arbeitsgemeinschaft Innenstadt im Rahmen des NRW-Netzwerks Stadtentwicklung spielte dabei eine zentrale Rolle als Plattform für den Austausch.

Die Veranstaltung unterstrich, wie wichtig flexible Stadtentwicklungsstrategien sind. Städte wie Emsdetten zeigten, wie zukunftsorientierte Planung Innenstädte verändern kann. Künftig will das Netzwerk diese Ideen in die Tat umsetzen, um urbane Räume auch für kommende Generationen lebendig und funktionsfähig zu halten.

Quelle