Wie Bjørn Gulden Adidas und Puma auf unterschiedlichen Wegen prägte
Gabriel HethurNorwegischer Gulden bleibt Adidas-Chef bis 2030 - Wie Bjørn Gulden Adidas und Puma auf unterschiedlichen Wegen prägte
Adidas und Puma wurden von zwei Brüdern gegründet: Adolf und Rudolf Dassler, die sich später entzweiten. Jahrzehnte später hat nun Bjørn Gulden – ein ehemaliger Profifußballer – beide Unternehmen als Vorstandsvorsitzender geführt und ihre Zukunft auf sehr unterschiedliche Weise geprägt.
Gulden übernahm 2013 zunächst die Führung bei Puma und lenkte die Marke ein Jahrzehnt lang. Dort erwarb er sich den Ruf, angeschlagene Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. 2023 wechselte er dann zu Adidas, wo er Kasper Rørsted ablöste – zu einer Zeit, in der das Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfte.
Unter Guldens Leitung kehrte Adidas zu Wachstum und Profitabilität zurück. Er straffte die Strukturen, senkte die Kosten und trieb Produktinnovationen voran. Zudem verlagerte das Unternehmen seinen Fokus auf den Direktvertrieb an Endkunden sowie auf Nachhaltigkeitsinitiativen. Diese Maßnahmen halfen, den Rückstand zum Konkurrenten Nike zu verringern – auch wenn die US-Marke nach wie vor den größeren Anteil am weltweiten Markt hält.
Guldens Vertrag bei Adidas läuft nun bis 2030. Seine Erfahrung im Sport, sowohl als Athlet als auch als Manager, spielte eine entscheidende Rolle bei der Neuausrichtung der Unternehmensstrategie.
Unter Guldens Führung hat sich Adidas stabilisiert: Die finanzielle Lage ist solider, die Marktausrichtung präziser. Seine verlängerte Amtszeit bis 2030 deutet darauf hin, dass die Marke auf langfristige Kontinuität setzt. Die Rivalität zwischen Adidas und Puma, einst durch Familienzwist geprägt, verbindet heute das Erbe desselben Managers.






