Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche - Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche
Gefängnisse in Sachsen sorgen für würdige und festliche Weihnachten hinter Gittern
Mit erweiterten Besuchszeiten, Familientreffen und besonderen Mahlzeiten wollen sächsische Justizvollzugsanstalten dafür sorgen, dass Inhaftierte die Weihnachtszeit mit Würde und festlicher Stimmung erleben können. Die Maßnahmen sollen Häftlingen und ihren Angehörigen die Feiertage erleichtern.
Das sächsische Strafvollzugssystem, in dem derzeit 2.910 Gefangene – darunter 2.684 Männer und 226 Frauen – inhaftiert sind, hat ein vielfältiges Programm organisiert. Neben Sportveranstaltungen, Bastelworkshops und Kochkursen finden auch Advents- und Weihnachtsgottesdienste statt. An den Feiertagen gibt es für die Häftlinge festliche Mahlzeiten, darunter traditionelle Bratengerichte.
Justizministerin Constanze Geiert betonte die besonderen Herausforderungen, die Weihnachten für Inhaftierte und ihre Familien mit sich bringt. Um die Situation zu verbessern, wurden die Besuchszeiten ausgeweitet, und es finden Weihnachtsfeiern für Angehörige statt. Auch externe Unterstützung leistet einen wichtigen Beitrag: Schülerinnen und Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums Leipzig haben im Rahmen der Initiative „Weihnachten im Gefängnis“ Grußkarten für Gefangene gestaltet. Zudem setzt das Schwarze Kreuz Christliche Straffälligenhilfe seine Tradition fort und verteilt seit 1925 jährlich rund 1.632 Weihnachtspakete an bedürftige Häftlinge. Gemeinsam sollen diese Bemühungen Trost und ein Stück Festtagsfreude in den Gefängnisalltag bringen.
Die Maßnahmen bieten den Inhaftierten die Möglichkeit, an weihnachtlichen Aktivitäten teilzunehmen, Zeit mit der Familie zu verbringen und saisonale Speisen zu genießen. Die Unterstützung durch gemeinnützige Gruppen und die verlängerten Besuchsrechte helfen dabei, die Verbindung zu den Angehörigen in einer traditionell schwierigen Zeit aufrechtzuerhalten.
