19 January 2026, 07:53

Wegners Tennis-Skandal während des Blackouts: Berlins Bürgermeister in der Vertrauenskrise

Ein altes Dokument mit einer Karte des Berliner Handelagellachaft-Gebäudes, mit Text und einem Stempel auf der linken Seite.

Spitzenkandidat der SPD Krach fordert Staats-Sicherheitsrat - Wegners Tennis-Skandal während des Blackouts: Berlins Bürgermeister in der Vertrauenskrise

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät wegen seines Krisenmanagements beim großen Stromausfall im Januar 2026 massiv in die Kritik. Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit kamen auf, nachdem er einräumte, während des Blackouts Tennis gespielt zu haben – obwohl er zunächst behauptet hatte, den gesamten Tag mit der Bewältigung der Krise in Berlin verbracht zu haben. Unterdessen fordert der SPD-Spitzenkandidat für die Septemberwahl, Steffen Krach, dringende Reformen, um künftige Versäumnisse in der Notfallvorsorge in Berlin zu verhindern.

Der Streit eskalierte, als Wegner (CDU) zunächst versicherte, er habe sich vollumfänglich der Koordination der Berliner Reaktion auf den Stromausfall gewidmet. Später korrigierte er seine Aussage und gab zu, am ersten Tag der Krise eine Stunde lang Tennis gespielt zu haben. Diese Offenbarung löste Vorwürfe mangelnder Führungskraft aus: Kritiker werfen ihm vor, in einer entscheidenden Phase das Vertrauen der Bevölkerung in Berlin untergraben zu haben.

Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD für die anstehende Abgeordnetenhauswahl in Berlin, nutzt die Affäre nun für politische Angriffe. Er warf Wegner vor, sich wie ein "Zuschauer an der Seitenlinie" verhalten zu haben, statt Verantwortung zu übernehmen. Als Konsequenz schlug Krach die Einrichtung eines Landesicherheitsrats in Berlin vor, um die Krisenbewältigung zu verbessern. Dieses Gremium sollte zwar vom regierenden Bürgermeister geleitet werden, aber in enger Abstimmung mit der Senatsinnenverwaltung und anderen Schlüsselbehörden in Berlin arbeiten. Der Stromausfall hat die Prüfung von Wegners Regierung vor der Wahl im September 2026 in Berlin weiter verschärft – Krachs Forderung nach strukturellen Änderungen spiegelt dabei breitere Bedenken hinsichtlich der Berliner Vorbereitung auf großflächige Notfälle wider.

Wegners nachträgliche Korrektur seiner Aktivitäten während des Blackouts befeuert die Debatte über seine Führungskompetenz in Berlin weiter. Krachs Vorschlag eines Sicherheitsrats erhöht nun den Reformdruck vor der Wahl in Berlin. Der Vorfall hat zudem Schwachstellen in Berlins Notfallmanagement offenbart, die die Verantwortlichen in den kommenden Monaten angehen müssen.

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