04 January 2026, 02:38

Warum berühmte Musiker früher sterben als ihre Kollegen

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Warum berühmte Musiker früher sterben als ihre Kollegen

Ruhm hat seinen Preis – besonders für Musiker. Studien zeigen, dass bekannte Künstler im Schnitt kürzer leben als ihre weniger prominenten Kollegen. Eine Untersuchung der Universität Witten/Herdecke ergab, dass berühmte Musiker durchschnittlich fast fünf Jahre früher sterben als solche mit geringerer Bekanntheit.

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Die Idee des „27er-Clubs“ fasziniert die Öffentlichkeit seit langem. Sechs Ikone der Musikgeschichte – Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse – starben allesamt mit oder nahe dem Alter von 27 Jahren. Doch eine Studie aus dem Jahr 2011 im „British Medical Journal“ widerlegte die These, dass Prominententode sich gehäuft um ein bestimmtes Alter gruppieren.

Laut der Forschung erreichen berühmte Musiker ein durchschnittliches Alter von 75,19 Jahren. Ihre weniger bekannten Mitarbeiter werden hingegen etwa 79,75 Jahre alt. Diese Differenz deutet darauf hin, dass die Belastungen des Ruhms die Lebenserwartung verkürzen – selbst wenn Reichtum und Status eigentlich Vorteile bieten sollten. Das Team der Universität Witten/Herdecke identifizierte Bekanntheitsgrad als entscheidenden Faktor. Die Ergebnisse legen nahe, dass hohe Sichtbarkeit messbaren Stress auf die Gesundheit ausübt. Auch international starben Größen wie Russlands Wiktor Zoi oder Alexander Baschlatschew jung und bestätigen damit das Muster. Insgesamt erhöht Ruhm das Risiko eines frühen Todes um 33 Prozent im Vergleich zu denen, die nie Bekanntheit erlangen. Die Autoren der Studie argumentieren, dass die Lasten des Prominentendaseins – öffentliche Beobachtung, Stress und die Anforderungen eines exzessiven Lebensstils – schwerer wiegen als die Vorteile eines hohen sozioökonomischen Status.

Die Erkenntnisse zeichnen ein düsteres Bild: Ruhm kann das Leben verkürzen. Berühmte Musiker leben im Schnitt 4,6 Jahre weniger als ihre Kollegen. Während der „27er-Club“ nach wie vor ein kulturelles Gesprächsthema bleibt, zeigt der übergreifende Trend, dass Bekanntheit selbst das größere Risiko darstellt.