Wallau-Kurve scheitert an EBA-Ablehnung – Bahnprojekt in der Krise
Senta ScheelAntrag für das Schienenprojekt 'Wallauer Spange' abgelehnt - Wallau-Kurve scheitert an EBA-Ablehnung – Bahnprojekt in der Krise
Pläne für das Bahnprojekt "Wallau-Kurve" erleiden schweren Rückschlag
Die Pläne für die Wallau-Kurve sind auf ein großes Hindernis gestoßen: Die Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat den Antrag für die Strecke, die Wiesbaden mit dem Frankfurter Flughafen verbinden sollte, abgelehnt. Beamte warnen nun, dass das Projekt mit weiteren Verzögerungen rechnen muss – oder sogar ganz gestrichen werden könnte.
Die EBA stuft die von DB InfraGo, einer Tochter der Bahn, eingereichte Unterlagen als "unvollständig" und "überarbeitungsbedürftig" ein. Dennoch betonte die Behörde, dass die Mängel behoben werden könnten. Ein überarbeiteter Antrag müsste dann erneut das gleiche Prüfverfahren durchlaufen.
Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister von Wiesbaden, kritisierte die Entscheidung scharf. Er erklärte, der Stadt sei eine zügige Klärung der Planfeststellung zugesichert worden. Mende betonte zudem, dass die Bundesregierung das Projekt weiterhin unterstütze.
DB InfraGo wird nun voraussichtlich das Planfeststellungsverfahren neu aufrollen müssen. Die Wallau-Kurve, im Volksmund auch "Wallau-Knick" genannt, sollte die Verbindung zwischen Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen deutlich verbessern. Doch nach dieser Absage ist ihre Zukunft ungewiss.
Die Ablehnung wirft Fragen zur Zeitplanung und Machbarkeit des Projekts auf. Ein überarbeiteter Antrag muss zunächst die Bedenken der EBA ausräumen, bevor es weitergehen kann. Ohne Genehmigung droht der geplanten Schienenverbindung eine unbestimmte Verschiebung – oder gar das Aus.






