31 May 2026, 06:23

Von der Gewalt zur Reue: Tim Raues Leben bei den "36 Boys"

Prominent Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Von der Gewalt zur Reue: Tim Raues Leben bei den "36 Boys"

Ein neues Buch erzählt die Geschichte der „36 Boys“, einer berüchtigten Straßengang aus Berlin-Kreuzberg. Zu ihren ehemaligen Mitgliedern zählt Tim Raue, der sich als Jugendlicher der Bande anschloss und sich später von der Gewalt abwandte. Seine Erlebnisse – darunter brutale Aufnahmerituale und Bandenkämpfe – sind nun Teil des Buches 36 Boys: Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde.

Tim Raue war erst 14 Jahre alt, als er Ende der 1980er-Jahre zu den „36 Boys“ stieß. Er suchte nach Anerkennung und Zugehörigkeit, doch die Mitgliedschaft hatte ihren Preis. Seine Initiation bestand aus einem dreiminütigen Kampf gegen zwei Bandenmitglieder – eine Prüfung, die ihm eine bleibende Narbe einbrachte.

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Zusammenstöße mit verfeindeten Gangs waren an der Tagesordnung und wurden oft mit Waffen wie Baseballschlägern ausgetragen. Raue gibt zu, dass er in diesen Auseinandersetzungen Angst spürte, sich aber nie zurückzog. Die Gewalt gehörte zum Alltag in der Bande, bis er sie mit 16 Jahren verließ.

Das Buch porträtiert auch Muzaffer „Muci“ Tosun, ein weiteres ehemaliges Mitglied. Gemeinsam zeichnen ihre Schilderungen das Bild einer bewegten Zeit in der Geschichte Kreuzbergs. Heute lehnt Raue Gewalt ab und spricht offen über seine Vergangenheit.

36 Boys dokumentiert eine kurze, aber prägende Phase im Leben von Raue und anderen. Ihre Berichte offenbaren die harte Realität der Gang-Kultur im Berlin jener Jahre. Raues Abkehr von der Gewalt prägt heute seine Reflektion über diese Zeit.

Quelle