30 December 2025, 01:06

Vom Zugbau zur Panzerproduktion: Görlitzer Werk sichert Arbeitsplätze durch Rüstungsumstellung

Panzer auf einem weißen Tuch mit weißem Hintergrund.

Vom Zugbau zur Panzerproduktion: Görlitzer Werk sichert Arbeitsplätze durch Rüstungsumstellung

Ein ehemaliges Zugwerk in Görlitz wird nun auf Rüstungsproduktion umgestellt. Die Veränderung ist Teil der Bemühungen Deutschlands, seine Verteidigungsfähigkeiten zu stärken. Die Belegschaft begrüßt den Schritt, da sie darin eine Möglichkeit sieht, ihre Arbeitsplätze zu sichern.

Das Werk beschäftigte einst über 2.000 Menschen, stand in den letzten Jahren jedoch vor einer möglichen Schließung. Unter neuer Führung wird es künftig Panzerteile statt Züge produzieren.

Die Umstellung auf Rüstung folgt der Entscheidung Deutschlands, seine Streitkräfte auszubauen. Dieser strategische Kurswechsel wurde durch die zunehmenden Spannungen mit Russland ausgelöst. Der Rüstungskonzern KNDS, dem das Werk gehört, plant rund 10 Millionen Dollar in die Umstellung zu investieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

KNDS entstand vor einem Jahrzehnt durch die Fusion des deutschen Unternehmens Krauss-Maffei Wegmann mit dem französischen Konzern Nexter. Das Unternehmen befindet sich heute im gemeinsamen Besitz der Familie Wegmann und des französischen Staates. Laut dem neuen Plan bleiben mehr als die Hälfte der verbleibenden 700 Arbeitsplätze in Görlitz erhalten.

Die örtlichen Beschäftigten akzeptieren den Wandel, auch wenn er bedeutet, Waffen herzustellen. Viele sehen darin die bessere Alternative zum vollständigen Verlust ihrer Jobs. Die Gewerkschaft IG Metall unterstützt die Umstellung ebenfalls und argumentiert, sie werde den industriellen Niedergang in der Region abwenden.

Anwohner in Görlitz bezeichnen die Panzerproduktion als das „kleinere Übel“. Für sie zählt vor allem, ihr Einkommen und ihre Beschäftigung zu behalten – wichtiger als die Art der Arbeit.

Die Zukunft des Werks scheint unter KNDS nun gesichert. Die Investitionen werden Hunderte Arbeitsplätze erhalten und die industrielle Aktivität in der Region aufrechterhalten. Angesichts der sich wandelnden Verteidigungspolitik Deutschlands wird die Rolle des Standorts in der Rüstungsproduktion voraussichtlich weiterwachsen.