Vom königlichen Fest zur Weltsensation: Die Geschichte des Oktoberfests
Gabriel HethurVom königlichen Fest zur Weltsensation: Die Geschichte des Oktoberfests
Das Oktoberfest ist das größte Bierfest der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Besucher an. Die Veranstaltung begann vor über 200 Jahren als königliche Hochzeitsfeier in Bayern. Heute ist sie tief in der Tradition verwurzelt und lockt gleichzeitig Menschen aus aller Welt an.
Das erste Oktoberfest fand im Oktober 1810 statt, um die Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen zu ehren. Rund 40.000 Menschen nahmen an der ursprünglichen Feier teil, die auf der Theresienwiese – einem Festgelände, das von Einheimischen später liebevoll "Wiesn" getauft wurde – veranstaltet wurde.
Im Laufe der Jahrzehnte stieg die Besucherzahl stetig an. In den 1850er-Jahren erreichte sie bereits über 100.000. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs das Fest weiter: 1950 wurden bereits 600.000 Gäste gezählt. Ein besonders starker Anstieg folgte in den 1980er-Jahren, als die jährlichen Besucherzahlen auf fünf bis sieben Millionen stiegen. 2023 kamen 7,1 Millionen Menschen – allerdings musste das Fest in einigen Jahren wegen Kriegen, Pandemien (darunter 2020 und 2021) oder anderen Krisen abgesagt werden.
Ursprünglich im Oktober abgehalten, findet das Fest heute von Ende September bis Anfang Oktober statt. Der Wechsel erfolgte, um das mildere Wetter zu nutzen. Trotz seines weltweiten Ruhms bewahrt das Oktoberfest bis heute seine traditionellen bayerischen Bräuche als Herzstück der Feierlichkeiten.
Aus einer kleinen königlichen Zusammenkunft ist das Oktoberfest zu einem gigantischen internationalen Event geworden. Noch immer wird es auf der Theresienwiese veranstaltet und verbindet so historische Wurzeln mit moderner Strahlkraft. Absagen bleiben selten – nur schwere Krisen konnten die langjährige Tradition bisher unterbrechen.






