29 December 2025, 04:58

Volkswagen kämpft mit schwacher Nachfrage nach Elektroautos und Produktionsstopps

Ein schwarzer Nissan-Sportwagen parkt vor Cartoon-Plakaten, mit einer kleinen Inschrift am unteren Bildrand.

Volkswagen kämpft mit schwacher Nachfrage nach Elektroautos und Produktionsstopps

Volkswagen steht vor einer Mischung aus Herausforderungen und vorsichtigem Optimismus, während die Aktie des Konzerns eine ungleichmäßige Entwicklung zeigt. Zwar haben sich die Papiere im vergangenen Jahr erholt, doch die jüngsten Produktionsstopps in zwei deutschen Werken unterstreichen die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Nachfrage nach Elektroautos. Gleichzeitig sorgen politische Debatten über Verbrenner-Verbote für zusätzliche Unsicherheit über die Zukunft des Automobilherstellers.

In dieser Woche hat Volkswagen die Produktion in den Werken Zwickau und Dresden vorübergehend eingestellt. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer schwächer als erwartet ausfallenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Das Unternehmen nutzt die Zwangspause für Schulungen der Belegschaft und notwendige Wartungsarbeiten.

Das Modell ID.3 führt seit vier Monaten in Folge die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland an – allein im September wurden fast 3.000 Fahrzeuge zugelassen. Dennoch betont Volkswagen, dass eine breitere Akzeptanz von E-Autos von niedrigeren Stromkosten abhängt. Auf einem anstehenden Autogipfel wird sich der Konzern für eine Verlängerung der Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge sowie für Strompreise unter 50 Cent pro Kilowattstunde einsetzen.

Die Einschätzungen der Aktienanalysten fallen unterschiedlich aus. Derzeit notiert die Volkswagen-Aktie bei rund 104 Euro – ein Minus von 1,92 Prozent am 17. Dezember, aber ein Plus von 23,90 Prozent im Jahresvergleich. Die Deutsche Bank hat kürzlich eine "Kaufen"-Empfehlung ausgesprochen und dabei die Umstrukturierungsbemühungen sowie Kostensenkungsmaßnahmen wie die Umstellung des Dresdner Standorts hervorgehoben. Risiken in China und den USA dämpfen jedoch das langfristige Vertrauen.

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Die politischen Spannungen um die Zukunft des Verbrennungsmotors nehmen zu. Während die SPD ein Auslaufdatum bis 2035 fordert, plädiert CDU-Chef Friedrich Merz dafür, alle Optionen offen zu halten. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der dem Aufsichtsrat von Volkswagen angehört, hat Spekulationen über ein vollständiges Verbot zurückgewiesen. Der CDU-Politiker Sebastian Lechner fordert hingegen eine klare Zusicherung für die Verbrenner-Technologie über 2035 hinaus.

Analysen von Ende Dezember raten Anlegern, die Fortschritte bei Volkswagens Umstrukturierung genau zu beobachten, bevor sie Entscheidungen treffen. Eine explizite Empfehlung zum Halten oder Verkaufen der Aktie für bestehende Aktionäre wurde nicht ausgesprochen.

Volkswagens kurzfristige Aussichten bleiben durch die schwache Nachfrage nach Elektroautos und die politischen Streitigkeiten um die Antriebstechnik getrübt. Die Aktienperformance des Konzerns spiegelt sowohl Erholungstendenzen als auch anhaltende Risiken wider. Die anstehenden politischen Weichenstellungen und Marktentwicklungen werden voraussichtlich die nächsten Schritte des Unternehmens prägen.