VfB Lübeck trauert um Torwart-Legende Manfred "Manni" Bomke
Der VfB Lübeck trauert um Manfred "Manni" Bomke, die legendäre Torhüter-Ikone des Vereins. Bomke, der mit den meisten Einsätzen als Schlussmann in der Vereinsgeschichte Rekordhalter war, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Der Club kündigte an, in den kommenden Wochen seiner Erinnerung zu gedenken.
Der in Bremen geborene Bomke wechselte 1964 vom SV Hemelingen zum VfB Lübeck. Ein geplanter Wechsel zu Werder Bremen war zuvor an Ligaregeln gescheitert, woraufhin er stattdessen nach Lübeck ging. Schnell etablierte er sich als Stammtorwart, insbesondere nach seiner Rückkehr von einer Meniskus-Operation.
Der Höhepunkt seiner Karriere war 1969, als der VfB Lübeck in die Relegationsspiele um den Aufstieg in die Bundesliga einzog. Fans erinnern sich noch heute an den Moment, als er nach einem entscheidenden Sieg in diesen Spielen jubelnd vom Platz getragen wurde. Seine Leistungen brachten ihm zudem einen Platz in der Auswahl des Norddeutschen Fußball-Verbandes ein, mit der er an internationalen Freundschaftsspielen teilnahm.
Nach seinem Abschied vom VfB Lübeck 1979 schloss sich Bomke 1980 dem 1. FC Phönix Lübeck an. Dort arbeitete er als Co-Trainer unter Reinhold Ertel, stand aber weiterhin gelegentlich selbst im Tor. Nach Ertels Tod 1981 übernahm er für sieben Jahre das Amt des Cheftrainers. Später trainierte er den SV Sereetz und weitere Amateurvereine in der Lübecker Region. Sein letzter Auftritt im VfB-Trikot datiert aus dem Jahr 1986, als er mit 40 Jahren in einem Alt-Herren-Spiel auf dem Platz stand.
Insgesamt bestritt Bomke 432 Pflichtspiele für den VfB Lübeck – ein Vereinsrekord für einen Torhüter.
Sein Vermächtnis beim VfB Lübeck bleibt unübertroffen, sowohl wegen seiner langjährigen Treue als auch wegen seines prägenden Einflusses auf dem Platz. Die Ehrungen des Vereins werden seine Verdienste als Spieler, Trainer und prägende Persönlichkeit des Lübecker Fußballs würdigen. Die 432 Einsätze stehen für sein Engagement und seine Klasse.






