12 June 2026, 16:19

Ver.di-Chef Werneke warnt vor Sozialkürzungen und fordert Stärkung der Kaufkraft

Verdi warnt vor sozialen Einschnitten nach Gipfeltreffen

Ver.di-Chef Werneke warnt vor Sozialkürzungen und fordert Stärkung der Kaufkraft

Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, traf sich mit Führungskräften der Koalition und Sozialpartnern, um über Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik zu beraten. Anschließend bekräftigte er seine Forderungen und betonte die Notwendigkeit von Reformen, die die Kaufkraft stärken und Kürzungen im Sozialbereich vermeiden.

Das Treffen im Kanzleramt bezeichnete Werneke als konstruktiv. Er hob hervor, dass die Koalitionsspitzen mit großer Aufmerksamkeit und aufrichtigem Interesse zugehört hätten, und lobte Format sowie Atmosphäre der Gespräche.

Werneke stellte klar, dass seine Gewerkschaft keine Schattenregierung bilde. Vielmehr werde man die eigenen Argumente vorbringen und weiterhin dialogbereit bleiben. Gleichzeitig räumte er ein, dass zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften nach wie vor Differenzen in der Sozialversicherung und bei der Arbeitsmarktpolitik bestünden.

Laut Werneke liege die Entscheidungsverantwortung bei der Koalition. Seine Gewerkschaft werde die Ergebnisse prüfen, sobald sie vorlägen. Er warnte nachdrücklich vor Kürzungen im Sozialbereich und bezeichnete solche Maßnahmen als „Sozialabbau und soziale Verwüstung“.

Wernekes zentrale Forderung zielt darauf ab, die Kaufkraft zu stärken, um echtes Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Ver.di bleibt zwar im Gespräch, übernimmt aber keine regierende Rolle. Die nächsten Schritte hängen nun von den Beschlüssen der Koalition nach den Beratungen ab.

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