Veganes Hakenkreuz bei AfD-Frühstück in Heidenheim sorgt für Eklat und Ermittlungen
Gabriel HethurVeganes Hakenkreuz bei AfD-Frühstück in Heidenheim sorgt für Eklat und Ermittlungen
Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim durch vegane Hakenkreuz-Protestaktion gestört
Eine Frühstücksveranstaltung der rechtsextremen AfD in Heidenheim wurde am Sonntag von linksgerichteten Aktivisten gestört, die mit veganem Hackfleisch ein Hakenkreuz legten. Die Aktion, für die sich eine Gruppe aus dem Umfeld des Zentrums für Politische Schönheit verantwortlich erklärte, sorgt für Kontroversen und führte zu polizeilichen Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen deutsches Recht.
Die Aktivisten drangen in ein Hotel ein, in dem sich AfD-Mitglieder versammelt hatten, und formten aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch, Zwiebeln und Gurken ein Hakenkreuz. Daneben platzierten sie die Worte „Hütet euch vor der NSAFD“ – eine bewusste Anspielung auf die politische Ausrichtung der Partei. Einer der Organisatoren bezeichnete die Aktion später als „künstlerischen Eingriff“, der eine Debatte anstoßen solle.
Die Polizei bestätigte den Vorfall und prüft derzeit, ob die Darstellung gegen Gesetze verstößt, die verfassungsfeindliche Symbole verbieten. Die Aktivisten argumentieren jedoch, ihr Einsatz des Hakenkreuzes falle unter die Ausnahmeregelungen für politische Kritik. Einige Protestierende behaupteten zudem, nach der Aktion Drohungen von AfD-Politikern erhalten zu haben.
Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte die Aktion als „Schande“ und schlug vor, die Aktivisten sollten „lieber einen Job suchen“ statt Proteste zu inszenieren. Das Zentrum für Politische Schönheit, bekannt für provokante Aktionen, hatte die AfD bereits in der Vergangenheit ins Visier genommen – etwa 2023, als es ein ARD-Interview mit der Co-Vorsitzenden Alice Weidel störte.
Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die angespannten Beziehungen zwischen linksextremen Aktivisten und der AfD. Die Polizei prüft nun, ob Anklage wegen der Verwendung nationalsozialistischer Symbolik erhoben wird. Unterdessen hält die Debatte über politische Protestformen und Meinungsfreiheit in Deutschland an.






