10 April 2026, 16:28

VdK-Präsidentin Bentele fordert gerechte Gesundheitsfinanzierung ohne Kürzungen für Schwache

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

VdK-Präsidentin Bentele fordert gerechte Gesundheitsfinanzierung ohne Kürzungen für Schwache

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, hat die Bundesregierung zu entschlossenerem Handeln bei der Finanzierung des Gesundheitswesens aufgefordert. Sie warnt, dass geplante Kürzungen bei den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung besonders benachteiligte Gruppen unverhältnismäßig belasten würden. Ihre Forderungen kommen vor der Veröffentlichung eines zentralen Berichts der Gesundheitsfinanzkommission, der für Montag erwartet wird.

Bentele betont, dass gesamtgesellschaftliche Gesundheitskosten aus Steuermitteln finanziert werden sollten und nicht auf die Versicherten abgewälzt werden dürfen. Sie lehnt Maßnahmen wie höhere Zuzahlungen für Medikamente oder die Wiedereinführung von Praxisgebühren ab, da diese chronisch Kranke, ältere Menschen und einkommensschwache Patientinnen und Patienten übermäßig treffen würden. Auch die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung wird abgelehnt, da sie Frauen und Familien mit geringem Einkommen zusätzlich belasten würde.

Stattdessen schlägt sie strukturelle Reformen vor, um das System zu stabilisieren. Dazu gehören die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze sowie die Ausweitung der Einkommensarten, die beitragspflichtig sind. Zudem wird ein vorübergehender Ausgabenstopp für Leistungserbringer im Gesundheitswesen vorgeschlagen, um die Ausgaben zu begrenzen, ohne die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen.

Der VdK erwartet, dass der anstehende Bericht der Gesundheitsfinanzkommission etwa 60 Einsparmaßnahmen enthalten wird. Bentele besteht jedoch darauf, dass Reformen die finanzielle Belastung der Beitragszahler verringern müssen, ohne das aktuelle Leistungsniveau zu senken.

Die Vorschläge der Kommission werden am Montag vorgestellt und bilden die Grundlage für mögliche Änderungen in der Gesundheitsfinanzierung. Benteles Position unterstreicht die Notwendigkeit von Reformen, die Patientinnen und Patienten schützen und für faire Beitragsregelungen sorgen. Die Debatte darüber, wie das System finanziert werden kann, ohne die Versorgungsqualität zu verschlechtern, wird voraussichtlich weitergehen.

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