VBU lehnt Minijob-Reform ab: "Belastung für Arbeitgeber und Beschäftigte"
Sibilla HartungVBU lehnt Minijob-Reform ab: "Belastung für Arbeitgeber und Beschäftigte"
Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Die vorgeschlagenen Änderungen würden sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber belasten, argumentiert der Verband.
Laut den Reformvorschlägen würden Beschäftigte ein niedrigeres Nettoeinkommen erhalten, während Unternehmen mit höheren Lohnkosten, mehr Bürokratie und weniger Flexibilität bei der Personalplanung konfrontiert wären.
Der VBU warnt, dass eine Abschaffung oder Einschränkung von Minijobs einer „versteckten Steuer- und Abgaben-Erhöhung“ gleichkäme. Betont wird, dass diese Arbeitsverhältnisse für die Bewältigung saisonaler Spitzen und kurzfristiger Personalengpässe in Branchen wie dem Handwerk, dem Einzelhandel, der Gastronomie und sozialen Dienstleistungen unverzichtbar seien.
Bisher wurde noch keine endgültige Entscheidung über die Reform getroffen. Der VBU setzt sich stattdessen für alternative Maßnahmen ein, etwa den Abbau von Bürokratie und eine stärkere Unterstützung für Unternehmen.
Die Reformen könnten zu geringeren Nettoeinkommen für Arbeitnehmer und zusätzlichen Kosten für Betriebe führen. Der VBU besteht darauf, dass Minijobs für viele Branchen weiterhin von zentraler Bedeutung sind. Die Bundesregierung hat zu diesem Thema noch keine offizielle Entscheidung getroffen.
