Vater versucht dreifachen Sohnemord mit Autoabgasen – Nachbarn retten Kinder
Gesa EigenwilligVater wegen versuchten Mordes an seinen drei Kindern verurteilt - Vater versucht dreifachen Sohnemord mit Autoabgasen – Nachbarn retten Kinder
Ein Vater ist zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden, nachdem er versucht hatte, seine drei kleinen Söhne zu töten. Der Vorfall ereignete sich im vergangenen November in Zwickau, als der Mann seine Kinder mit Abgasen vergiften wollte. Nachbarn griffen gerade noch rechtzeitig ein, um die Tragödie zu verhindern.
Der 42-Jährige hatte geplant, sich selbst und seine vier-, sechs- und neunjährigen Söhne zu töten, indem er Abgase in das Auto leitete. Dazu befestigte er einen Staubsaugerschlauch am Auspuff des Fahrzeugs und leitete die Gase ins Innere. Vor Gericht wurde bekannt, dass er mit der Tat seine von ihm getrennte Ehefrau bestrafen wollte.
Um die Jungen abzulenken, gab er ihnen Tablets, bevor er den Motor startete. Doch Nachbarn bemerkten, dass etwas nicht stimmte, und hinderten ihn daran, seinen Plan in die Tat umzusetzen, bevor die Gase wirken konnten. Ein Sachverständiger sagte später aus, dass der Versuch ohnehin wahrscheinlich gescheitert wäre, da das Abgassystem nicht genug Kohlenmonoxid produziert hätte, um tödlich zu wirken.
Während des Prozesses behauptete der Angeklagte, sich aufgrund starken Alkoholkonsums nicht an die Ereignisse erinnern zu können. Sein Blutalkoholspiegel lag zum Zeitpunkt der Tat bei 2,6 Promille, was die Richter als Faktor für seine verminderte Schuldfähigkeit anerkannten. Dennoch urteilten sie, dass selbst ein gescheiterter Mordversuch ein schweres Verbrechen bleibe.
Das Gericht bezeichnete seine Handlungsweise als hinterlistig und von niederen Beweggründen getrieben. Die Verteidigung, er habe die Tat nicht ernsthaft durchziehen wollen, wies es zurück.
Das Urteil spiegelt die Schwere des Vergehens wider – selbst wenn der Versuch fehlschlug. Der Vater muss nun fünf Jahre und vier Monate ins Gefängnis, wegen des versuchten Mordes an seinen drei Söhnen. Das Verfahren ist damit abgeschlossen; weitere rechtliche Schritte werden nicht erwartet.
