19 December 2025, 20:51

Umstrittener Rechtsprofessor Drygala: So reagierte seine Universität

Ein Mann in einem rosafarbenen und weißen Kleid steht neben einem Rednerpult in einem Auditorium, mit Pflanzen und zwei Stühlen daneben und einer bunten Wand im Hintergrund.

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Umstrittene Rechtsprofessor Drygala: Wie seine Universität reagiert

Umstrittene Rechtsprofessor Drygala: Wie seine Universität reagiert

Umstrittene Rechtsprofessor Drygala: Wie seine Universität reagiert

  1. November 2025, 17:19 Uhr

Die Universität Leipzig hat auf einen umstrittenen Social-Media-Beitrag eines ihrer Jura-Professoren reagiert. Der Hochschullehrer Tim Drygala veröffentlichte abwertende Äußerungen über Heidi Reichinnek, woraufhin die Hochschule eine offizielle Stellungnahme veröffentlichen musste. Nun prüft die Universität ihre Richtlinien zu beruflichem Verhalten und Diskriminierung.

Der Vorfall sorgt unter der Universitätsführung für Besorgnis, auch wenn Drygalas Äußerungen bisher nicht rechtlich bewertet wurden. Rektorin Professorin Eva Inés Obergfell wird ihn in der kommenden Woche zu einem Gespräch empfangen – in den offiziellen Mitteilungen als „Einladung“ bezeichnet. Sollte sich sein Verhalten nicht ändern, könnten disziplinarische Maßnahmen oder sogar eine Entlassung folgen.

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Drygala reagierte auf die Stellungnahme der Universität mit sarkastischen Kommentaren auf seiner eigenen Social-Media-Plattform. Die Hochschule betont zwar, dass sie private Äußerungen nicht kontrollieren könne, lehnt jedoch Diskriminierung, Ausgrenzung oder Hetze in jeder Form ab. Gleichzeitig bekräftigte sie ihr Bekenntnis zu offener Debatte und Meinungsvielfalt.

Der Fall erhält zusätzliches Gewicht, da Drygala selbst 2017 ein Disziplinarverfahren gegen einen Kollegen wegen ähnlicher Social-Media-Posts leitete. Damals wies er den Einwand zurück, es handele sich um private Äußerungen, und argumentierte, diese würfen dennoch ein schlechtes Licht auf die Universität. Angesichts der aktuellen Situation führt die Hochschule nun interne Gespräche, um Standards für Moderation, Professionalität und Nichtdiskriminierung zu stärken.

Die Universitätsleitung hat klar gemacht, dass sie zwar private Social-Media-Nutzung nicht direkt kontrollieren könne, bestimmte Verhaltensweisen jedoch nicht toleriert werden. Das anstehende Gespräch zwischen Drygala und der Rektorin wird voraussichtlich über die nächsten Schritte entscheiden. Das Ergebnis könnte präzendierend wirken, wie die Institution künftig mit ähnlichen Fällen umgeht.