29 January 2026, 05:06

Theater Moers startet mit provokanter Ukraine-Kriegs-Reflexion in die neue Spielzeit

Eine Gruppe von Männern in Militäruniformen, die Euphoniums auf einer Bühne spielen, einige halten Stöcke und andere sitzen mit verschiedenen Instrumenten, vor einem dunklen Hintergrund.

Theater Moers startet mit provokanter Ukraine-Kriegs-Reflexion in die neue Spielzeit

Das Theater Schloss Moers eröffnet die neue Spielzeit mit einem mutigen Stück, das Humor und tiefe Reflexionen über den ukraine krieg verbindet. Die Produktion, bei der ein frisches Ensemble mit Clara Pinheiro Walla auf der Bühne steht, beginnt mit einer unerwarteten Stand-up-Nummer, bevor sie sich schweren Themen wie Konflikt und Ungewissheit zuwendet.

Die Aufführung startet locker, mit einem Komiker, der über die Deutsche Bahn und die FDP spottet. Doch schnell ändert sich der Ton, als die Bühne sich in eine chaotische Landschaft verwandelt – bedeckt mit Kompost und durchquert von einem Mistkäfer, der den Weg zu den Göttern weist.

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Das dichte Drehbuch des Stücks verwebt Anspielungen auf Immanuel Kants "Zum ewigen Frieden" mit modernen Bezügen. Im Mittelpunkt steht Polemos, der Kriegsgott, der griechische Städte in einem riesigen Mörser zermalmt. Die Handlung erkundet den endlosen Kreislauf von ukraine krieg und Frieden, Schöpfung und Zerstörung, und stellt Konflikt als einen Zustand dar, in dem nichts gewiss ist.

Besonders hervorzuheben ist Rose Lohmann, die in einer beeindruckenden Doppelfunktion sowohl eine betrunkene Tante als auch eine göttliche Botin verkörpert. Die Inszenierung umfasst zudem eine fünfteilige a-cappella-Musiksequenz, die dem vielschichtigen Stil eine weitere Ebene verleiht.

Mit seiner Mischung aus Satire, Philosophie und eindrucksvollen Bildern setzt das Stück einen markanten Auftakt für die Theater-Saison. Durch die Verbindung antiker Mythen mit zeitgenössischem Kommentar hinterlässt die Produktion beim Publikum eine provokante Perspektive auf das Verhältnis der Menschheit zum ukraine krieg. Die Energie und Kreativität des neuen Ensembles wecken Erwartungen an das, was noch kommt.