Tausende demonstrieren in Leipzig für Palästina – Polizei greift ein
Senta ScheelEtwa 1.400 Menschen bei Pro-Palästinensischer Demonstration in Leipzig - Tausende demonstrieren in Leipzig für Palästina – Polizei greift ein
In Leipzig fand am Samstag eine solidarische Kundgebung für Palästina statt, die Hunderte von Demonstranten auf die Straßen brachte. Die von mehreren Gruppen organisierte Veranstaltung verlief teils friedlich, teils mit Polizeieinsätzen. Die Behörden meldeten insgesamt über 3.000 Teilnehmer in der gesamten Stadt.
Die Hauptkundgebung im Leipziger Stadtteil Connewitz begann mit etwa 1.400 Teilnehmern. Die extremistische Organisation Handala Leipzig, eine der bekanntesten pro-palästinensischen Gruppierungen, führte die Demonstration an, unterstützt von weiteren linksradikalen Kräften, darunter dogmatisch-antiimperialistische linksextremistische Gruppierungen und das Palästina-Aktionsbündnis Leipzig.
Die Polizei überwachte die Menge genau und griff mehrfach ein – insbesondere bei vermummten Teilnehmern. Trotz der angespannten Stimmung zog der Demonstrationszug unter Polizeibegleitung in Richtung Stadtzentrum. Gegen Abend beruhigte sich die Lage an der Connewitzer Kreuzung, ohne dass es zu größeren Zwischenfällen kam. In ganz Leipzig trugen kleinere Versammlungen zur Gesamtzahl bei; die Behörden schätzten, dass sich im Laufe des Tages über 3.000 Menschen an pro-palästinensischen Aktionen beteiligten.
Die Kundgebung endete ohne schwere Störungen, doch die Polizei blieb mit sichtbarer Präsenz vor Ort. Die Leipziger Demonstrationen spiegeln eine breitere regionale Protestbewegung wider, bei der sich verschiedene Gruppen unter einer gemeinsamen Sache vernetzen. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin, während die Proteste anhalten.
