Steinmeier gedenkt zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel in Leipzig
Senta ScheelSteinmeier gedenkt Opfer des Hamas-Angriffs - Steinmeier gedenkt zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel in Leipzig
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit einer Gedenkveranstaltung an den zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel erinnert. Gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender besuchte er eine Synagoge in Leipzig, um der Opfer des Überfalls vom 7. Oktober 2023 zu gedenken. Im Rahmen der Veranstaltung traf er sich zudem unter vier Augen mit Vertretern der lokalen jüdischen Gemeinde.
Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas aus dem Gazastreifen heraus einen überraschenden Großangriff auf den Süden Israels gestartet. Bewaffnete Gruppen, darunter die Al-Kassam-Brigaden, griffen Zivilisten in Kibbuzim, Siedlungen und auf einem Musikfestival an. Rund 1.200 Menschen – überwiegend Zivilisten – wurden getötet, mehr als 4.000 verletzt. Die Angreifer verschleppten etwa 250 Geiseln, darunter alte, kranke und sogar kleinkindliche Opfer, in den Gazastreifen.
Israel antwortete mit einer Militäroffensive. Viele der Geiseln befinden sich noch immer in Gefangenschaft; die Hamas nutzt sie als Verhandlungsmasse. In Leipzig wurden Steinmeier die sächsische Sozialministerin Petra Köpping und Oberbürgermeister Burkhard Jung zur Seite stehen. Die Gruppe gedachte der Opfer des Anschlags. Während des Besuchs informierte sich der Bundespräsident zudem über Sukkot, das jüdische Erntedankfest, das derzeit begangen wird.
Die Gedenkveranstaltung fand zwei Jahre nach einem der blutigsten Angriffe in der Geschichte Israels statt. Steinmeiers Besuch unterstreicht die anhaltende Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen. Unterdessen bleiben die 2023 verschleppten Geiseln weiterhin im Gazastreifen in Haft.
