Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 mit Rekordinvestitionen und wachsender Schuldenlast
Gabriel HethurStadtrat verabschiedet Haushalt 2026 mit Rekordinvestitionen und wachsender Schuldenlast
Der Stadtrat hat den Haushalt 2026 mit Ausgaben in Höhe von rund 437 Millionen Euro und Einnahmen von etwa 420 Millionen Euro verabschiedet. Damit verbleibt ein Fehlbetrag von etwa 16,8 Millionen Euro, während die Gesamtinvestitionen rund 92 Millionen Euro erreichen werden. Die Vorlage fand die Zustimmung von CDU, SPD, BfGT, FDP und einem Mitglied der Grünen, stieß jedoch auf Ablehnung seitens der AfD, der Linken und neun weiterer Grüner.
Der Haushalt konzentriert sich auf zentrale Infrastrukturprojekte, ohne dabei Steuern zu erhöhen. Die Grundsteuer- und Gewerbesteuerhebesätze bleiben unverändert. Zu den wichtigsten Investitionen zählen der Ausbau und die Modernisierung von Schulen, der Neubau einer Feuerwehrwache, die Sanierung des städtischen Betriebshofs sowie die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Weberei.
Die Personalkosten bleiben stabil, neue Stellen werden nur in Bereichen geschaffen, für die bereits Mittel bereitstehen. Dennoch warnt die mittelfristige Finanzplanung vor einer wachsenden Verschuldung. Die Kreditaufnahme könnte bis Ende 2029 auf etwa 344 Millionen Euro steigen, wodurch die Gesamtverschuldung fast 500 Millionen Euro erreichen würde. Aktuelle Prognosen deuten zudem darauf hin, dass die finanziellen Rücklagen der Stadt bis zum Ende des Jahrzehnts nahezu aufgebraucht sein dürften.
Vertreter der Stadt betonen die Notwendigkeit, die langfristige finanzielle Stabilität zu sichern und den Teufelskreis steigender Schulden zu durchbrechen. Die Verabschiedung des Haushalts spiegle einen Kompromiss zwischen der Finanzierung dringender Projekte und der Bewältigung der finanziellen Zwänge wider.
Der Haushalt 2026 sieht Investitionen in Höhe von 92 Millionen Euro vor, ohne dabei Steuererhöhungen vorzunehmen. Gleichzeitig steht die Stadt vor einer wachsenden Schuldenlast, die bis 2029 deutlich ansteigen wird. Ohne Kurskorrekturen könnten die finanziellen Rücklagen innerhalb weniger Jahre erschöpft sein, was künftige Haushalte unter Druck setzen würde.






