25 January 2026, 08:52

SPD verlangt Bestandsaufnahme aller Schwimmbäder in Schleswig-Holstein – drohen weitere Schließungen?

Ein detaillierter alter Stadtplan von Schleswig-Holstein, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit Texten, die Informationen zur Bevölkerung, Straßen und Sehenswürdigkeiten liefern.

SPD-Fraktion fordert umfassenden Überblick über Schwimmbäder - SPD verlangt Bestandsaufnahme aller Schwimmbäder in Schleswig-Holstein – drohen weitere Schließungen?

SPD in Schleswig-Holstein fordert umfassende Bestandsaufnahme der Schwimmbäder

Die SPD in Schleswig-Holstein hat eine vollständige Überprüfung aller Schwimmbäder des Landes gefordert. Mit einer offiziellen Anfrage drängt die Partei die Landesregierung nun, detaillierte Angaben zu den Einrichtungen, der Personalausstattung und den Sanierungsbedarfen vorzulegen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund jüngster Schließungen, insbesondere in ländlichen Regionen, wo hohe Kosten und chronische Unterfinanzierung viele Bäder zur Aufgabe zwangen.

Der sportpolitische Sprecher der SPD, Kianusch Stender, betonte die Dringlichkeit der Angelegenheit. Er verwies auf das Fehlen verlässlicher Daten dazu, wie viele Schwimmbäder es überhaupt gibt, in welchem Zustand sie sich befinden und ob sie den Bedarf an Schwimmkursen decken. Ohne diese Informationen, so Stender, fehlten fundierte Grundlagen für Förderentscheidungen – und das, obwohl der Bund derzeit mehr Mittel als sonst für Schwimmbadprojekte bereitstelle.

Innenministerin Magdalena Finke (CDU) hat bereits reagiert und 25 Millionen Euro aus einem Sonderfonds für Infrastruktur und Klima bereitgestellt. Das Geld soll den Bau oder die Erweiterung von Schwimmbädern im Land unterstützen. Doch Stender machte deutlich, dass das eigentliche Ziel darin bestehe, jedem Kind in Schleswig-Holstein das Schwimmenlernen zu ermöglichen. Die Anfrage zielt zudem auf Klarheit bei Personalstand, Betriebsbeschränkungen und dem Zustand der Schwimmausbildung ab. Ein bekanntes Beispiel ist das Zentralbad in Lübeck mit einem 25-Meter-Sportbecken, einem Nichtschwimmerbereich, einem Sprungturm und einer Wasserrutsche. Doch ein vollständiger Überblick über vergleichbare Einrichtungen – und ihre Sanierungsbedürfnisse – fehlt bisher. Die Landesregierung hat nun drei Monate Zeit, um Antworten zu liefern.

Mit ihrer Transparenzoffensive will die SPD künftige Fördermittel zielgerichtet einsetzen und weitere Schließungen verhindern. Da bereits 25 Millionen Euro für Schwimmbadprojekte vorgesehen sind, wird die Reaktion der Regierung zeigen, wie die Mittel verteilt werden. Die Entscheidung könnte den Zugang zu Schwimmkursen und öffentlichen Bädern auf Jahre hinaus prägen.

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