Sorbische Vogelhochzeit 2026: Ein Fest voller Tradition in der Staatskanzlei
Gesa EigenwilligKinder feiern Vogelhochzeit in der Staatskanzlei - Sorbische Vogelhochzeit 2026: Ein Fest voller Tradition in der Staatskanzlei
Die sorbische Vogelhochzeit fand am 17. Januar 2026 in der Sächsischen Staatskanzlei statt
Organisiert von Aymara Winkelmann feierte die Veranstaltung einen jahrhundertealten Brauch, der das Ende des Winters markiert. Kinder aus der Region trugen Lieder, Tänze und Gedichte vor, um die Tradition zu ehren.
Das Fest ist tief in der Oberlausitz verwurzelt, der historischen Heimat der Sorben. Jedes Jahr bringt es Gemeinden zusammen, um den Frühling willkommen zu heißen. In Kindergärten und Schulen verkleiden sich die Kinder als Hochzeitsgesellschaft – Braut, Bräutigam, Brautjungfern und Gäste –, bevor sie an den Veranstaltungen teilnehmen.
In der Staatskanzlei richtete Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die Feier aus. Junge Künstlerinnen und Künstler aus der zweisprachigen Kita Zum Wassermann in Räckelwitz unterhielten die Gäste mit Musik, Tanz und Vorträgen. Im Mittelpunkt stand auch ein langjähriger Brauch: Am 24. Januar stellen Kinder leere Teller ans Fenster – und finden am nächsten Morgen vogelförmiges Gebäck und Nester vor. Aymara Winkelmann gestaltete und leitete das Programm und sorgte dafür, dass die Traditionen im Zentrum des Geschehens blieben. Die Aufführungen spiegelten die kulturelle Bedeutung des Festes wider und verbanden Erzählkunst mit sorbischem Erbe.
Die Vogelhochzeit bleibt ein lebendiges Symbol für den Jahreszeitenwechsel in der Oberlausitz. Die diesjährige Veranstaltung in der Staatskanzlei unterstrich ihre Rolle bei der Bewahrung sorbischer Bräuche. Durch die Teilnahme von Kindern und lokalen Gemeinschaften wird die Tradition für kommende Generationen lebendig gehalten.
