Skandal in Sachsen: Schule finanziert Projektwoche mit pornografischen Inhalten für Minderjährige
Sibilla HartungSkandal in Sachsen: Schule finanziert Projektwoche mit pornografischen Inhalten für Minderjährige
Eine Oberschule in Schleife, Sachsen, ist in eine Kontroverse geraten, nachdem sie ein Projekt finanziert hatte, das nun wegen der Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige untersucht wird. Der Vorfall führte nach massiven Protesten von Eltern zur sofortigen Abschaffung der Projektwoche. Die Behörden prüfen nun, wie es zu der Situation kommen konnte und wer die Verantwortung trägt.
Im Mittelpunkt des Skandals steht eine Projektwoche, die mit Unterstützung der Sozialistischen Jugend – Die Falken organisiert wurde, einer Gruppe mit Verbindungen zur Amadeu Antonio Stiftung. Die Schule steuerte aus Steuergeldern einen Teil der Kosten bei, die genaue Summe wurde jedoch nicht bekannt gegeben. Die Stiftung, die jährlich vier Millionen Euro an Bundesmitteln erhält, hatte den Falken für die Veranstaltung 2.500 Euro zur Verfügung gestellt.
Die Polizei hat Ermittlungen gegen die Projektverantwortlichen wegen des Verdachts auf Verbreitung pornografischen Materials an minderjährige Teilnehmer eingeleitet. Nach deutschem Recht kann ein solches Vergehen mit Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Parallel dazu führt die Schulbehörde in Schleife eine eigene detaillierte Überprüfung des Falls durch.
Fragen gibt es auch zur Transparenz bei der Planung des Projekts. Die Beteiligung der Sozialistischen Jugend – Die Falken wurde in der offiziellen Beschreibung für die Schule nicht erwähnt. Das sächsische Bildungsministerium bewertet den Vorfall nun, um zu klären, wie ähnliche Situationen künftig verhindert werden können.
Die Projektwoche wurde bereits nach einem Tag wegen der Empörung der Eltern gestoppt. Sowohl die Schule als auch die Amadeu Antonio Stiftung stehen nun in der Kritik wegen ihrer Rolle bei der Finanzierung und Aufsicht über die Veranstaltung. Die Ermittlungen von Polizei und Bildungsbehörden werden zeigen, ob rechtliche oder verwaltungsrechtliche Konsequenzen folgen.






