17 April 2026, 02:26

Sicherheitsgefühl im UK: Warum wir uns nachts mehr fürchten als nötig

Eine dunkelthematische Karte der Vereinigten Staaten, die den prozentualen Anteil an Gewaltverbrechen pro 100.000 Einwohner in jedem Bundesstaat anzeigt, mit zusätzlichen Datendetails unten.

Sicherheitsgefühl im UK: Warum wir uns nachts mehr fürchten als nötig

Eine neue Studie zeigt, wie unterschiedlich das Sicherheitsempfinden in verschiedenen Regionen des Vereinigten Königreichs ausfällt: Die meisten Menschen fühlen sich zwar zu Hause sicher, sind in der Öffentlichkeit aber deutlich vorsichtiger. Zwar geben über 90 Prozent an, sich in ihrer Nachbarschaft geborgen zu fühlen, doch die Sorgen nehmen je nach Alter, Geschlecht und Tageszeit deutlich zu. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem die Kluft zwischen den tatsächlichen Kriminalitätshotspots und den Orten, vor denen die Bevölkerung am meisten Angst hat.

Besonders in der Nacht steigt die Kriminalitätsfurcht – vor allem an schlecht beleuchteten oder menschenleeren öffentlichen Plätzen. Frauen äußern dabei weitaus größere Bedenken hinsichtlich sexueller Belästigung: Jede vierte Frau gibt solche Ängste an, bei Männern ist es nur etwa einer von vierzehn. In den Kriminalstatistiken dominieren junge Männer; die Deliktzahlen erreichen bei beiden Geschlechtern in jüngeren Altersgruppen ihren Höhepunkt.

Bestimmte Orte wie Bahnhöfe entsprechen tatsächlich den öffentlichen Ängsten – hier häufen sich Diebstähle und gewalttätige Vorfälle. Doch viele sogenannte "Angsträume" decken sich nicht mit hohen Kriminalitätsraten. In städtischen Ballungsräumen werden zwar mehr Straftaten registriert, was auf den höheren Anteil junger Menschen, größere Gelegenheiten für kriminelle Handlungen und konzentrierte soziale Problemlagen zurückzuführen ist.

Die Studie stellt zudem einen Zusammenhang zwischen gewalttätigem Verhalten bei Jugendlichen und frühkindlichen Gewalterfahrungen sowie dem Umgang mit abweichenden Gleichaltrigen her. 2024 ereigneten sich fast 30 Prozent der Gewaltdelikte im öffentlichen Raum, 20 Prozent in Privathaushalten und 10 Prozent in Verkehrsmitteln.

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Die Forschungsergebnisse unterstreichen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl oft mit den tatsächlichen Kriminalitätsdaten kollidiert. Zwar fühlen sich die meisten zu Hause sicher, doch öffentliche Räume – insbesondere nachts – bleiben ein Grund zur Sorge. Zwar verzeichnen städtische Gebiete höhere Kriminalitätsraten, doch die Angst spiegelt nicht immer das reale Risiko wider, besonders an Orten wie Bahnhöfen, wo sowohl die Besorgnis als auch die Vorfallzahlen erhöht sind.

Quelle