Sechsmal für Sea-Watch: Wie E. beim Berlin-Halbmarathon Leben rettet
Gabriel HethurSechsmal für Sea-Watch: Wie E. beim Berlin-Halbmarathon Leben rettet
E. bereitet sich an diesem Wochenende auf ihren sechsten Berlin-Halbmarathon vor. Jedes Jahr reist sie in die Stadt, um am Rennen teilzunehmen und Spenden für Sea-Watch zu sammeln – eine Hilfsorganisation, die seit 2015 Rettungseinsätze für Geflüchtete im Mittelmeer durchführt. Freunde haben sich versammelt, um sie anzufeuern, während sie entlang der Flughafenstraße trainiert, bekleidet mit einer dünnen roten Jacke, die ihr eine von ihnen geschenkt hat.
Normalerweise trifft sich die Gruppe bei gutem Wetter zum Picknick auf dem Tempelhofer Feld. Wenn das Wetter nicht mitspielt, verlegen sie das Treffen einfach in E.s Wohnung. Diesmal, als eine Freundin am Trainingsort eintrifft, schallt Björks Stimme aus einem nahe gelegenen Video über den Berghain herüber. Die dramatische Musik untermalt die Stimmung, während E. sich durch ihr Aufwärmtraining kämpft.
Nach dem Lauf ist E. erschöpft, doch sie hat noch Energie für eine weitere Runde. Ihre Freunde kochen für sie und hören zu, wie sie von vergangenen Marathons erzählt. Im Hintergrund singt Rosalía: "Mein Zorn ist ihr Zorn, ihre Liebe ist meine Liebe, ihr Blut ist mein Blut", was die emotionale Atmosphäre noch verstärkt.
Seit 2019 läuft E. den Berlin-Halbmarathon – jedes Mal, um Spenden für Sea-Watch zu sammeln. Die Organisation, die im Oktober 2015 gegründet wurde, setzt ihre lebensrettenden Einsätze im Mittelmeer fort, mit fast einem Jahrzehnt an Missionen im Rücken.
Der Marathon findet im April 2026 statt, und E. wird erneut für eine Sache an den Start gehen, die ihr am Herzen liegt. Ihre Freunde werden wieder da sein und sie auf jedem Schritt unterstützen. Das gesammelte Geld fließt in Sea-Watchs laufende Bemühungen, Geflüchteten auf See zu helfen.






