14 January 2026, 18:54

Schulze lehnt Söders Fusionspläne für Bundesländer ab – setzt auf Zusammenarbeit statt Reformen

Eine Karte des Deutschen Reichs mit benachbarten Staaten und ihren Hauptstädten, auf Papier gedruckt mit detaillierten Textinformationen.

Schulze kontert Söders Drängen auf Landesfusionen - Schulze lehnt Söders Fusionspläne für Bundesländer ab – setzt auf Zusammenarbeit statt Reformen

Sven Schulze, Spitzenkandidat der CDU für Sachsen-Anhalt, hat Forderungen nach einer Zusammenlegung deutscher Bundesländer zurückgewiesen. Seine Reaktion folgt auf einen Vorschlag von Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident, der die Zahl der Länder verringern will, um größere und effizientere Einheiten zu schaffen. Schulze bereitet sich unterdessen auf seine Amtseinführung als neuer Ministerpräsident Sachsen-Anhalts am 28. Januar vor.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Er wird Reiner Haseloff ablösen, der von seinem Posten zurückgetreten ist. Nach seinem Amtsantritt plant Schulze eine enge Zusammenarbeit mit den Regierungschefs der Nachbarländer Sachsen und Thüringen. Ihr Fokus liegt dabei auf der Verbesserung gemeinsamer Verwaltungsstrukturen – nicht jedoch auf einer vollständigen Länderfusion.

Söder argumentiert seit Langem, dass einige Bundesländer zu klein seien, um effektiv zu funktionieren. Sie seien stark von finanzieller Unterstützung stärkerer Regionen abhängig, weshalb er eine Reform des Föderalsystems fordert. Sein Vorschlag sieht vor, weniger, aber größere Länder zu schaffen, um Effizienz und Wirtschaftskraft zu steigern. Schulze hingegen betont, dass viele Verbesserungen auch ohne eine Zusammenlegung möglich seien. Unterstützung für Söders Pläne erhält er weder vom sächsischen noch vom thüringischen Ministerpräsidenten – beide haben sich zu den Forderungen bisher nicht geäußert.

Schulzes Wahl am 28. Januar markiert den Beginn eines neuen Ansatzes für die regionale Zusammenarbeit in Ostdeutschland. Sein Fokus liegt auf praktischer Kooperation statt auf tiefgreifenden Strukturreformen. Die Debatte über eine Länderfusion hingegen geht weiter – ohne klare Rückendeckung durch andere Schlüsselpolitiker.