01 January 2026, 14:59

Sachsens Wirtschaft warnt Lufthansa vor Streichung der Flugverbindungen in Leipzig und Dresden

Eine Luftaufnahme eines Flughafens mit Flugzeugen, Gebäuden, Masten, Fahrzeugen, Bäumen und einer Straße unten sowie einem Zaun im Vordergrund.

Schreiben: Wirtschaft warnt vor Kürzungen an Flughäfen - Sachsens Wirtschaft warnt Lufthansa vor Streichung der Flugverbindungen in Leipzig und Dresden

Ein breites Bündnis aus Politikern, Wirtschaftsführern und Wissenschaftlern hat die Lufthansa aufgefordert, ihre Flugverbindungen an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle zu erhalten. Sie warnen, dass eine Streichung der Verbindungen der sächsischen Wirtschaft schaden würde – insbesondere den Messen, Forschungsstandorten und der Halbleiterindustrie. Die Gruppe kritisierte zudem die Bundesregierung dafür, dass sie keinen fairen Wettbewerb für diese Regionalflughäfen sichere.

In einem gemeinsamen Schreiben an Lufthansa-Chef Carsten Spohr betonte das Bündnis die Bedeutung des Erhalts und Ausbaus der Flugverbindungen. Zu den Unterzeichnern gehörten Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD), Universitätsrektoren sowie Vertreter der Wirtschaft. Sie argumentieren, dass starke Luftverkehrsanbindungen für die globale Wettbewerbsfähigkeit Sachsens unverzichtbar seien – vor allem für die Leipziger Messen, den Dresdner Kongresssektor und die boomende Mikroelektronikbranche der Region.

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Zusätzliche Sorgen löste Lufthansas Plan aus, bis Ende 2025 sämtliches Bodenpersonal bei den Tochtergesellschaften in Leipzig und Dresden abzubauen. Das Bündnis wertet dies als Warnsignal für weitere Kürzungen. Gleichzeitig drängt die sächsische Landesregierung auf eine deutliche Senkung der Luftverkehrssteuer, um die Flughäfen zu entlasten. Max Jankowsky, Präsident der IHK Chemnitz und Sprecher der sächsischen IHK-Organisation, bezeichnete zuverlässige Flugverbindungen als Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg Sachsens. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) hoben die Flughäfen als unverzichtbare Drehscheiben für internationales Geschäft hervor. Die Bundesregierung habe jedoch bisher keine konkreten Schritte unternommen, um faire Rahmenbedingungen für die Lufthansa zu schaffen oder die Subventionsfähigkeit der Flughäfen zu sichern.

Die Forderungen des Bündnisses zielen darauf ab, bestehende Strecken zu erhalten und langfristig auszubauen. Gefordert werden bundespolitische Maßnahmen, die fairen Wettbewerb für die Lufthansa in Dresden und Leipzig/Halle ermöglichen. Ohne Eingreifen drohe der Region der Verlust wichtiger Luftverkehrsanbindungen, die Wirtschaft und Forschungsstandorte stützen.