17 December 2025, 13:03

Sachsens Kurorte stehen vor dem finanziellen Aus – wer rettet die historischen Bäder?

Ein Zug fährt aus einem Tunnel mit Gebäuden im Hintergrund.

Sachsens Heilbäder kämpfen um die Zukunft - Sachsens Kurorte stehen vor dem finanziellen Aus – wer rettet die historischen Bäder?

Sachsens Kurorte kämpfen ums Überleben

Sachsens Kurorte kämpfen ums Überleben

  1. Dezember 2025

Sachsens 14 Kurorte kämpfen um ihre Zukunft: Steigende Kosten und schrumpfende Fördergelder bringen die historischen Bäder in Bedrängnis. Jährlich fehlen den Einrichtungen gemeinsam rund 10 Millionen Euro – viele fragen sich, wie es weitergehen soll. Zwar haben sich die Übernachtungszahlen fast auf das Niveau vor der Pandemie erholt, doch der finanzielle Druck wächst.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die sächsischen Kurorte etwa 3,2 Millionen Übernachtungen – ein Zeichen für die ungebrochene Nachfrage. Doch die Einnahmen aus der Kurtaxe decken nur einen Bruchteil der Ausgaben, und die Verantwortlichen scheuen sich, die Abgaben zu erhöhen, aus Sorge, Gäste zu vertreiben.

Besonders prekär ist die Lage in Bad Schandau: Allein die Aufrechterhaltung des Kurbetriebs kostet die Stadt jährlich 1,8 Millionen Euro extra. Selbst die Anerkennung als Kneipp-Kurort schlug mit 75.000 Euro zu Buche. Nun wurden geplante Modernisierungen auf Eis gelegt, weil die Zuschüsse schrumpfen und die Haushalte angespannt sind.

Viele Anlagen, die um die Jahrtausendwende entstanden, benötigen dringend Sanierungen und eine zeitgemäße Aufwertung. Ohne Unterstützung könnten Städte wie Klingenthal oder Eibenstock ihren Kurbetrieb ganz aufgeben. Zur Diskussion stehen Sparmaßnahmen, regionale Zusammenarbeit, höhere Gästeabgaben oder Partnerschaften mit privaten Investoren. Einige hoffen zudem auf Fördermittel aus Tourismus- und Sportentwicklungsprogrammen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Falls die sächsische Landesregierung nicht mit finanzieller Hilfe einspringt, droht der Region nicht nur der Verlust ihrer renommierten Kurorte, sondern auch ein Rückgang des übergreifenden Tourismus.

Die Krise betrifft mehr als nur die Städte selbst: Werden keine Lösungen gefunden, könnte Sachsen wichtige Anziehungspunkte verlieren, die Besucher in die gesamte Region locken. Ohne stabile Finanzierung bleibt die Zukunft dieser traditionsreichen Bäder ungewiss.