03 January 2026, 19:17

Sachsens Flughäfen vor dem Kollaps: 172 Jobs in Dresden und Leipzig/Halle bedroht

Eine Start- und Landebahn mit einigen Flugzeugen, Masten, Kabeln und einer bewölkten Himmel.

Sachsens Flughäfen vor dem Kollaps: 172 Jobs in Dresden und Leipzig/Halle bedroht

Sachsens Flughäfen, darunter auch der Flughafen Dresden, stehen vor einer ungewissen Zukunft, da finanzielle Schwierigkeiten zu massiven Stellenstreichungen zwingen. Die Mitteldeutsche Flughafen AG, Betreiberin der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden, hat Pläne bekannt gegeben, 172 Stellen abzubauen. Der Schritt folgt auf Jahre der Verluste und steigender Kosten und löst Warnungen der sächsischen CDU aus. Die Stellenkürzungen werden alle Unternehmensbereiche betreffen. Zunächst sollen Mitarbeitenden freiwillige Abfindungsangebote unterbreitet werden, doch zwangsweise Entlassungen könnten folgen, falls die Ziele nicht erreicht werden. Die Umstrukturierung zielt darauf ab, die Finanzen nach anhaltenden Verlusten zu stabilisieren – besonders unter Druck steht dabei der Freistaat Sachsen als größter Anteilseigner. Die CDU im sächsischen Landtag kritisiert die Kürzungen und fordert Maßnahmen, die Kosteneinsparungen mit sozialem Ausgleich verbinden. Vertreter der Partei argumentieren, die Bundesregierung müsse die Luftverkehrsgebühren an das Niveau europäischer Konkurrenten anpassen. Ohne solche Anpassungen, so die Warnung, könnten Fracht- und Passagierverbindungen in der Region unwirtschaftlich werden. Hohe Betriebskosten und finanzielle Belastungen haben die Flughäfen an den Rand des Ruins gebracht. Die CDU betont, dass eine Angleichung der Gebühren an Nachbarländer wie Tschechien entscheidend sei, um die Strecken wirtschaftlich tragfähig zu halten. Bisher hat jedoch keine andere Organisation diese Forderung öffentlich unterstützt. Die geplanten Stellenstreichungen unterstreichen die finanziellen Herausforderungen, vor denen Sachsens Flughäfen, darunter auch der Flughafen Dresden, stehen. Falls umgesetzt, werden die Kürzungen den Betrieb in Leipzig/Halle und Dresden grundlegend verändern. Der Appell der CDU an Bund und Land, die Gebühren anzupassen und wachstumsorientierte Politiken zu verfolgen, liegt nun in den Händen der Entscheidungsträger.

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