15 December 2025, 15:17

Sachsen sucht dringend neuen Baupartner für das Zwickauer Problemgefängnis

Ein großes Gebäude mit einem Geschäft im Erdgeschoss und Baumaßnahmen auf der linken Seite.

Sachsen sucht Unternehmen zur Fertigstellung des umstrittenen Gefängnisbaus - Sachsen sucht dringend neuen Baupartner für das Zwickauer Problemgefängnis

Sachsen sucht Unternehmen für Fertigstellung des problembehafteten Gefängnisbaus in Zwickau

Teaser: Sachsen sucht Unternehmen für Fertigstellung des problembehafteten Gefängnisbaus

Sachsen sucht Unternehmen für Fertigstellung des problembehafteten Gefängnisbaus

  1. Dezember 2025, 12:27 Uhr

Sachsen sucht einen neuen Generalunternehmer, um den von Rückschlägen geprägten Bau des Hochsicherheitsgefängnisses in Zwickau abzuschließen. Das Projekt, das bereits Jahre hinter dem Zeitplan liegt, kämpft mit steigenden Kosten und ungelösten Baustellenproblemen. Die Behörden streben an, die Einrichtung nach mehreren Verzögerungen bis Anfang 2030 in Betrieb zu nehmen.

Ursprünglich als Gemeinschaftsprojekt zwischen Sachsen und Thüringen geplant, sollte das Gefängnis Platz für 820 Häftlinge bieten und ein veraltetes Untersuchungsgefängnis in der Region ersetzen. Doch die Bauarbeiten wurden aufgrund schwerwiegender struktureller Mängel und rechtlicher Auseinandersetzungen zwischen der Landesbehörde und dem ehemaligen Hauptplaner eingestellt.

Die aktuellen Schätzungen belaufen sich auf Gesamtkosten von 500 Millionen Euro – mehr als das Dreifache des ursprünglichen Budgets von 150 Millionen Euro. Um voranzukommen, hat Sachsen ein zweistufiges Vergabeverfahren eingeleitet. Zunächst müssen sich Unternehmen bewerben, gefolgt von mehreren Verhandlungsrunden. Eine endgültige Entscheidung über den Auftragnehmer wird für Anfang 2027 erwartet.

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Hält man sich an den Zeitplan, soll das Gefängnis 2029 fertiggestellt werden und Anfang 2030 den Betrieb aufnehmen. Bisher hat der Freistaat keine bevorzugten Bieter für das Projekt benannt.

Der neue Auftragnehmer übernimmt ein von Verzögerungen und Kostenexplosionen geplagtes Vorhaben. Nach der Fertigstellung wird das Gefängnis zu den größten Hochsicherheitseinrichtungen in Ostdeutschland zählen. Die Behörden konzentrieren sich nun darauf, einen zuverlässigen Baupartner zu finden, um das ehrgeizige Ziel für 2030 zu erreichen.