Sachsen kämpft mit Rekorddefizit: 2,9 Milliarden Euro und harte Sparpläne
Gabriel HethurSachsen muss ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro ausgleichen - Sachsen kämpft mit Rekorddefizit: 2,9 Milliarden Euro und harte Sparpläne
Sachsen muss ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro ausgleichen
Sachsen muss ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro ausgleichen
Sachsen muss ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro ausgleichen
- Dezember 2025, 13:35 Uhr
Die sächsische Landesregierung steht vor einem Haushaltsdefizit von 2,9 Milliarden Euro für den Doppelhaushalt 2027/2028. Finanzminister Christian Piwarz (CDU) bezeichnete die Lage als "beispiellose Herausforderung" und betonte, dass drastische Einsparungen notwendig seien, um die Finanzen zu konsolidieren. Nun muss die Koalition aus CDU und SPD – die über keine eigene Mehrheit verfügt – Wege finden, die Ausgaben zu kürzen, ohne dabei die politischen Konflikte um Schuldenpolitik und den öffentlichen Dienst weiter anzuheizen.
Als Teil der Konsolidierungsstrategie soll die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst bis 2040 um mindestens 6.131 Stellen reduziert werden. Begründet wird dieser Schritt mit dem demografischen Wandel: Die schrumpfende Bevölkerung Sachsen werde langfristig zu einem geringeren Bedarf an Verwaltungsleistungen führen. Die Regierung versichert, dass die Stellenstreichungen sozialverträglich umgesetzt werden könnten, da durch die hohe Pensionierungsrate mehr Mitarbeiter ausscheiden als entlassen werden müssten.
Doch die konkreten Pläne zum Personalabbau und zur Haushaltskonsolidierung stehen noch aus. Angesichts der prekären Mehrheitsverhältnisse und anhaltender Streitigkeiten über die Schuldenpolitik dürften die Verhandlungen zäh verlaufen. Wie Sachsen die finanziellen Herausforderungen der kommenden Jahre meistern wird, hängt maßgeblich von den nun anstehenden Entscheidungen ab.
