Sachsen hinkt beim Homeoffice hinterher – Stadtstaaten führen klar die Statistik an
Sibilla HartungJeder Sechste in Sachsen arbeitet gelegentlich von zu Hause aus - Sachsen hinkt beim Homeoffice hinterher – Stadtstaaten führen klar die Statistik an
Homeoffice bleibt in Deutschland ungleich verteilt – Stadtstaaten führen die Statistik an
In Hamburg und Berlin arbeiteten 2024 mit 35,6 Prozent bzw. 31,2 Prozent die meisten Beschäftigten remote. Sachsen hingegen liegt laut neuen Daten des Statistischen Landesamts weiterhin unter dem Bundesschnitt.
Im Freistaat nutzten 2024 nur 16,1 Prozent der abhängig Beschäftigten die Möglichkeit zum Homeoffice job – deutlich weniger als im bundesweiten Durchschnitt von 22,7 Prozent. Gegenüber dem Ende der gesetzlichen home office jobs-Pflicht 2022 ist das ein leichter Anstieg um 0,6 Prozentpunkte. Damit arbeitet derzeit nur etwa jeder sechste Angestellte und Beamte in Sachsen mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus.
Die Zahlen zeigen zudem deutliche regionale Unterschiede: Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt verzeichneten noch geringere Quoten als Sachsen. Gleichzeitig setzen selbstständige im Freistaat deutlich stärker auf remote jobs: 2022 arbeiteten 40 Prozent von ihnen im home office – ein Anstieg von 10 Prozentpunkten seit 2020. Bundesweit zeichnet sich ein stetiger, aber ungleichmäßiger Trend zu flexiblen Arbeitsmodellen ab. Während einige Bundesländer die Entwicklung vorantreiben, zeigen sich andere wie Sachsen zurückhaltender bei der Umsetzung von remote-Regelungen.
Die aktuellen Daten bestätigen: Homeoffice gewinnt an Bedeutung, bleibt aber in Deutschland unterschiedlich verbreitet. Sachsen hinkt trotz leichter Steigerung dem Bundestrend hinterher, während die Stadtstaaten die Entwicklung anführen. Die Zahlen deuten auf eine Kluft zwischen Regionen und Beschäftigungsformen hin – selbstständige arbeiten deutlich häufiger remote als angestellte.
