08 March 2026, 14:22

Sachsen-Anhalts Landwirte kämpfen gegen extreme Bodentrockenheit und drohende Ernteausfälle

Ein altes Buch mit dem Titel "Journal d'Agriculture Pratique" mit einer Farm-Szene auf dem Cover.

Wasserknappheit auf den Feldern - Bauern fürchten Ertragseinbußen - Sachsen-Anhalts Landwirte kämpfen gegen extreme Bodentrockenheit und drohende Ernteausfälle

Sachsen-Anhalt leidet unter schwerer Bodentrockenheit – Landwirte warnen vor Verschärfung der Lage

In weiten Teilen Sachsen-Anhalts herrscht extreme Bodentrockenheit, wobei Landwirte vor einer weiteren Verschlechterung der Bedingungen warnen. Ungleich verteilte Niederschläge und trockene Winter haben die Felder gefährlich ausgedörrt – sollte der ersehnte Frühlingsregen ausbleiben, drohen Ernteausfälle.

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Wie der Bauernverband Sachsen-Anhalt betont, halten die Wasserknappheit und die unterdurchschnittlichen Niederschläge bereits seit Monaten an. Dezember und Januar fielen deutlich zu trocken aus, nachdem bereits der Herbst mit ungleichmäßiger Regenverteilung zu kämpfen hatte. Zwar lag die Niederschlagsmenge im Februar leicht über dem langjährigen Mittel, doch reichte dies bei Weitem nicht aus, um die Bodenfeuchte nachhaltig aufzufüllen.

Regionale Unterschiede fallen drastisch aus: Während der Norden und Osten des Landes noch über relativ bessere Feuchtigkeitsreserven verfügen, leiden das Harzgebirge und die südlichen Regionen unter kritisch niedrigen Wasserständen. In der Mitte Sachsen-Anhalts ist die Bodenfeuchte in den vergangenen fünf Jahren um 15 bis 20 Prozent gegenüber den langjährigen Klimadurchschnittswerten gesunken. Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Landesamts für Umweltschutz belegen besonders trockene Phasen in den Sommern 2022 und 2024, verursacht durch anhaltende Dürreperioden und erhöhte Verdunstungsraten.

Allein in Magdeburg fielen 2025 nur 377 Liter Regen pro Quadratmeter – deutlich weniger als die 550 Liter des Vorjahres. Die pflanzenverfügbare Feldkapazität liegt inzwischen in vielen Gebieten unter dem Niveau, das für gesunde Erträge notwendig wäre. Ohne anhaltende Frühlingsniederschläge droht laut Experten eine Fortsetzung der langfristigen Dürre in großen Teilen des Landes.

Die anhaltende Trockenheit setzt die Landwirtschaft unter Druck: Die Böden leiden bereits seit Jahren unter sinkender Feuchtigkeit. Bleibt der erhoffte Regen im Frühling aus, könnten Landwirte in Sachsen-Anhalt vor weiteren Herausforderungen stehen, um die Ernteerträge zu sichern.

Quelle