21 December 2025, 00:52

Rüstungswiederaufbau: Die Kirche mobilisiert

Ein offenes Buch mit etwas darauf geschrieben.

Rüstungswiederaufbau: Die Kirche mobilisiert

Aufrüstung: Die Kirche macht mobil

Die EKD heizt nun die Vorkriegsstimmung weiter an. Sie fordert, die „nationale und Bündnisverteidigung deutlich auszubauen“. Ein Kommentar von Christof Meueler: „Mit vertrauendem Herzen“.

  1. November 2025, 09:39 Uhr

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat in einem historischen Kurswechsel ihre langjährige pazifistische Haltung aufgegeben. In einem neu veröffentlichten Friedenspositionspapier argumentiert sie nun, militärische Stärke sei notwendig, um modernen Bedrohungen zu begegnen. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, fordert eine „substantielle Aufstockung“ der deutschen Verteidigungsfähigkeiten.

Die überarbeitete Position der Kirche spiegelt die wachsende Sorge über globale Instabilität wider. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, hybride Kriegsführung, Cyberangriffe und Terrorismus haben diesen Wandel geprägt. Kirchenvertreter betonen nun, dass Gewalt mitunter mit Gegengewalt beantwortet werden müsse, um den Frieden zu wahren.

Bisher für ihre Friedenspolitik bekannt, unterstützt die EKD nun aktiv eine Stärkung der nationalen und Bündnisverteidigung. Das Papier stellt explizit fest, Deutschland müsse seine militärische Einsatzbereitschaft erhöhen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Kritiker werfen der Kirche vor, mit dieser Kehrtwende eher zur Kriegsvorbereitung beizutragen als zur Deeskalation. Bedford-Strohm verteidigt den Schritt als notwendige Reaktion auf aktuelle Gefahrenlagen. Die EKD beharrt darauf, dass die Hoffnung auf Frieden manchmal ein entschlossenes Auftreten gegen Aggression erfordere.

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Der strategische Schwenk der EKD markiert einen deutlichen Bruch mit ihrer pazifistischen Tradition. Militärische Aufrüstung und Gegengewalt werden nun als Instrumente zur Wahrung der Stabilität dargestellt. Wie sich dieser Kurswechsel auf die deutsche Sicherheitsdebatte auswirken wird, bleibt abzuwarten.