Rilkes poetisches Erbe leuchtet in St. Ingbert mit humorvollem Dialog auf
Sibilla HartungRilkes poetisches Erbe leuchtet in St. Ingbert mit humorvollem Dialog auf
Eine besondere Hommage an den Dichter Rainer Maria Rilke fand am 12. Oktober 2024 im Kulturzentrum Annastraße in St. Ingbert statt. Veranstaltet von der KEB Saarpfalz und dem Literaturforum St. Ingbert, würdigte die Veranstaltung Rilkes Leben und Werk mit einem ungewöhnlichen Auftritt von Thomas Kuhn und Stefan Schwarzmüller. Der Abend lockte zahlreiche Besucher und löste Diskussionen über eine mögliche Wiederholung im nächsten Jahr aus.
Die Darstellung begann mit einer Lesung von Rilkes berühmten Gedicht „Der Panther". Kuhn und Schwarzmüller präsentierten anschließend einen humorvollen, fiktiven Dialog zwischen einem Verlagslektor und einem Autor. Dieses spielerische Format ermöglichte es ihnen, Rilkes enge Verbindung zu Frankreich, seine komplexen Beziehungen zu Frauen sowie seine Fähigkeit, verborgene Wahrheiten in seinen Texten aufzudecken, zu erkunden.
Ursprünglich war die Veranstaltung in der Stadtbibliothek St. Ingbert geplant, doch deren vorübergehende Schließung führte zu einem Wechsel des Veranstaltungsorts. Gertrud Fickinger und Jürgen Bost eröffneten den Abend und begrüßten die Künstler sowie das Publikum. Das Programm endete mit Lesungen aus Rilkes bekanntesten Werken und hinterließ bei den Gästen einen bleibenden Eindruck von seinem poetischen Erbe. Die Hommage fällt in die Zeit vor zwei bedeutenden Jubiläen: 2025 jährt sich Rilkes Geburt zum 150. Mal, während 2026 an den 100. Todestag des Dichters erinnert wird.
Aufgrund des großen öffentlichen Interesses prüfen die Veranstalter nun eine weitere Aufführung im Jahr 2025. Der Abend unterstrich Rilkes anhaltenden Einfluss, indem er Humor, Dialoge und eigene Texte verband, um sein Leben und Werk einem neuen Publikum näherzubringen. Der Erfolg der Veranstaltung deutet darauf hin, dass die Wertschätzung für seine Lyrik auch in den kommenden Jahren bestehen bleibt."
